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Leasingriese

Avolon schafft sich eigenen Airbus-A330-Umbaufrachter

Eine der weltgrößten Leasingfirmen setzt auf Umbaufrachter. Avolon wird zusammen mit Israel Aerospace Industries A330-300-Passagierjets in Frachter verwandeln.

Tis Meyer/Planepics.org

Airbus A330-300: Einstiege Passagierjets werden zu Frachtern.

Fast 600 Passagierflugzeuge gehören zur Flotte des Leasingsriesen Avolon. Aus dem Frachtermarkt hat das irische Unternehmen sich dagegen herausgehalten. Bis jetzt.

Denn Avolon gab am Montag (4. Oktober) bekannt, im großen Stil in den Markt der Umbaufrachter einzusteigen. Dazu unterstützt die Leasingfirma das unabhängige Umrüsterungsunternehmen Israel Aerospace Industries IAI beim Start einen Umbaufrachter-Programmes für den Airbus A330-300. Avolon wird Erstkunde.

Avolon setzt auf Boom des Online-Handels

Die Iren werden den israelischen Umbauspezialisten dabei helfen, die ergänzende Musterzulassung (im Englischen Supplemental Type Certificate STC) für den neuen Umbaufrachter zu erhalten. Außerdem verpflichten Sie sich, zwischen 2025 und 2028 selber 30 der Umbauslots zu belegen, in denen aus A330-Passagierjets Frachter werden.

Avolon-Chef Dómhnal Slattery erklärt, man wolle mit den Umbaufrachtern vom «beispiellosen Wachstum im E-Commerce» profitieren. «Der weltweite Luftfrachtmarkt hat heute einen Wert von über 150 Milliarden Dollar pro Jahr», so Slattery. Durch den Online-Handel aber werde sich «der Luftfrachtverkehr in den nächsten 20 Jahren verdoppeln» .

Avalon und IAI wollen mehr bieten …

Der umgebaute A330-300 von IAI soll eine Reichweite von bis zu 3600 Seemeilen oder 6667 Kilometern haben und auf dem Hauptdeck 27 Postionen für Paletten oder Container. Das sei eine Position mehr als bei der Konkurrenz, betonen Avalon und IAI.

Die Konkurrenz, das ist Airbus selber, beziehungsweise dessen Beteiligung Elbe Flugzeugwerke. Sie bauen A330-200 und A330-330 zu Frachtern um. Und der A330-300-Umbaufrachter hat dabei auf dem Hauptdeck 26 Postionen für Paletten oder Container.

… als Airbus und Elbe Flugzeugwerke

Avalon und IAI kündigen Vergleich außerdem eine «optimierte Türpositionierung» an. Sie versprechen einen «Wettbewerbsvorteil für Luftfrachtfirmen, die ihre Flotte von mittelgroßen Großraumfrachtern erweitern oder ersetzen wollen».

Israel Aerospace Industries hat sowohl eine militärische als auch eine zivile Sparte. Beim Umbau ziviler Passagierjets zu Cargofliegern konzentriert sich die Firma bisher auf Modelle von Boeing: Boeing 737-700, 737-800, 747-400, 767-200, 767-300 und 777-300ER.



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