Airbus A320 von Avianova: Die Flieger werden an die Leasing-Unternehmen zurück gegeben.

Lichterlöschen bei Avianova

Erst erhielt sie die Lizenzverlängerung und nun kommt doch noch das Aus: Die russische Billigfluglinie gibt selber auf.

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Schon am kommenden Sonntag (9. Oktober) werden die Jets des russischen Billigfliegers Avianova ihre letzten Flüge absolvieren. Dann ist Russlands erste Low-Cost-Fluglinie Geschichte. «Die nötigen Dokumente sind vorbereitet», so Generaldirektor Konstantin Teterin gemäß The Moscow Times. Schon vor rund einem Monat stand die Airline kurz vor dem Aus (aeroTELEGRAPH berichtete). Nur wenige Stunden, bevor die Lizenz der Airline auslief, hatte die russische Flugaufsichtsbehörde sie damals verlängert - nach einem Eklat im Management des Unternehmens. Sämtliche westlichen Entscheider waren aus ihren Büros auf die Straße gesetzt worden, Teterin wurde neuer Chef.

Eigentlich hatte die Behörde die Lizenz um ein Jahr verlängert. Das vorzeitige Aus kommt nun, weil der amerikanische Anteilseigner, der 49 Prozent an der Fluggesellschaft hält, die Gelder eingefroren hat. Die restlichen Anteile hält die russische Finanzgruppe A1. Diese hat versprochen, Geld auf die Seite zu legen, mit dem die Passagiere, die Tickets für Flüge nach dem 9. Oktober gebucht haben, ausbezahlt werden können. Laut Teterin betrifft das rund 67'400 Tickets bis Ende Oktober. Fünf Millionen Dollar dürfte das die Airline kosten. Die sechs Airbus A320 gibt die Fluggesellschaft wieder an die Leasing-Unternehmen zurück. Einige von diesen hatten in den vergangenen Wochen laut Teterin bereits vor Gericht ihre Flieger zurück verlangt.

Heftige Vorwürfe

A1 wirft den Amerikanern vor, die Fluggesellschaft bewusst sabotiert zu haben, um den europäischen Billiganbieter Wizz Air zu unterstützen. Doch ehemalige Avianova-Manager sehen das anders. Dmitry Chernyak, ein A1-Manager, der im März dieses Jahres gefeuert wurde, sagte der Moscow Times, dass Avianova bereits im Frühling große finanzielle Probleme hatte. A1 habe aber zwei Kaufangebote für die 51-Prozent-Anteile zurückgewiesen. Angeblich habe auch Indigo Partners angeboten, die Anteile zu übernehmen. Ohne Erfolg.

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