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Umwälzungen im Lufthansa-Konzern

Austrian bekommt zwei weitere Airbus A320

Austrian Airlines fliegt mehr Strecken zwischen Deutschland und Österreich selbst. Außerdem erhält sie zwei Airbus mehr für ihre Flotte. Das liegt auch an strategischen Entscheiden in Frankfurt.

Maik Frommberg/aeroTELEGRAPH

Dash 8 von Austrian: Die Turboprops werden auf den Strecken im so genannten «Nachbarschaftsverkehr» eingesetzt.

Zusammen sind sie einsame Spitze: Austrian Airlines und ihre Schwestern Eurowings und Germanwings sowie die Mutter Lufthansa bieten zusammen wöchentlich rund 67.000 Sitze zwischen Österreich und Deutschland an – in eine Richtung. Damit kommt die Gruppe auf einen Marktanteil von 70 Prozent und ist rund 2,5 Mal größer als der nächste Konkurrent. Air Berlin kommt auf 27.000 Sitze.

Die Luftbrücke zwischen Österreich und Deutschland übernimmt zunehmend Austrian Airlines. Seit vergangener Woche bietet die Fluglinie vier tägliche Verbindungen zwischen Graz und Frankfurt an. Diese Route flog bislang Lufthansa. Nun aber übernehmen sie die Österreicher ganz. Die Strecken von Frankfurt nach Innsbruck und Salzburg wurden bereits früher in das Streckennetz von Austrian Airlines übernommen. Statt im Wet-Lease fliegt Austrian auf den Routen nun selbst, so ein Sprecher zu aeroTELEGRAPH.

Mehr Flugzeuge und mehr Personal bei Austrian

Rund 296 Flüge pro Woche zwischen Österreich und Deutschland bietet Austrian seit Ende März an, davon 177 aus dem Drehkreuz Wien. Zu den anderen Destinationen gehören Flüge von Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg nach Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München oder Stuttgart. Mehr Flüge für Austrian sollen es aber nicht werden, so der Sprecher. «Der Nachbarschaftsverkehr wird traditionell aufgeteilt.»

Im Rahmen dieser Veränderungen vergrößert Austrian auch die Flotte. In diesem Jahr sollen zwei Airbus A320 von Deutschland nach Österreich transferiert werden. Ob diese von Lufthansa oder Eurowings kommen werden, ist noch nicht klar, so der Sprecher. Die Zahl der Airbus-Jets beläuft sich danach auf 31 in einer Flotte von insgesamt 79 Flugzeugen.

Eigene Airbus A320 statt von Eurowings

Der Hintergrund der Flottenvergrößerung: Eigentlich hieß es Anfang des vergangenen Jahres noch, dass Austrian zwei Airbus A320 von Eurowings in Wien bereedern werde. Doch im Herbst kam dann die Absage. Eurowings wollte die Flieger doch selbst bereedern. Weil Austrian sich aber darauf schon eingestellt hatte, heißt es von der Airline, erhält sie nun die zusätzlichen zwei Jets. Im «Nachbarschaftsverkehr» werden diese nicht eingesetzt, dort kommen weiterhin die kleineren Embraer, Fokker und Dash 8 zum Einsatz.

Auch personelle Veränderungen ergeben sich aus den Umwälzungen im Lufthansa-Konzern. «In diesem Zusammenhang steigt unser Personalbedarf im Flugbetrieb», so Austrian-Airlines-Chef Kay Kratky, Insgesamt wolle man 160 neue Pilotinnen und Piloten sowie 400 neue Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter einstellen.



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