Boeing 777 von Swiss: War in der Pandemie viel unterwegs.

Anders als LufthansaAufruhr unter Swiss-Personal wegen verwehrter Prämie

Die Lufthansa-Gruppe zahlt den Angestellten in Deutschland eine Corona-Prämie. Bei Swiss gibt es dies nicht - das sorgt für großen Unmut unter den Angestellten.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Dieter Vranckx gab sich ziemlich optimistisch. Man sei finanziell auf Erholungskurs, sagte der Chef von Swiss vergangene Woche bei der Präsentation der Resultate für das Jahr 2021. Der Verlust sei dank mehr Fluggästen und gesenkter Kosten mit 428 Millionen Franken um ein Drittel tiefer ausgefallen als im Jahr zuvor. Der operative Cashflow habe sich stabilisiert und die Beanspruchung des staatlich garantierten Bankenkredites habe man um 55 Millionen auf etwas über 400 Millionen Franken zurückfahren können.

Vranckx war sich aber bewusst, dass er ein wichtiges Problem noch zu lösen hat. Die Stimmung unter den 7900 Mitarbeitenden von Swiss ist nach dem Abbau von 1700 Vollzeitstellen nicht gerade gut. Nicht zuletzt auch, weil die Verbliebenen oftmals mehr leisten müssen und wegen wegfallender variabler Lohnbestandteile mitunter weniger verdienen. Eine Umfrage unter dem Personal ergab Ende letztes Jahr niedrige Zufriedenheitswerte.

Töchter im Ausland müssen selber entscheiden

Und so nannte der Chef der Schweizer Lufthansa-Tochter bei der Pressekonferenz mehrmals die Zufriedenheit der Mitarbeitenden als eines seiner Ziele für 2022. Und er dankte ihnen öffentlich für den Einsatz. Doch nur einen Tag später gab es unter den Beschäftigten erneut Aufruhr.

In der regelmäßigen Videokonferenz mit dem Personal sagte Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr am Freitag (4. März), man bedanke sich bei allen Lufthanseaten weltweit für den Einsatz in der Pandemie. Sie erhielten eine einmalige Prämie in Höhe von 800 Euro. Er betonte zugleich, dass dies vorerst nur für Deutschland gelte. Die Töchter in anderen Ländern müssten selber entscheiden, wie sie das halten möchten.

Weltweites Dankeschön wir ein deutsches

Mitarbeitende von Swiss nahmen diesen Ball umgehend auf und fragten ihr eigenes Management während der gleichzeitig laufenden Videokonferenz nach der Prämie. Die Führungsetage von Swiss wurde auf dem falschen Fuß erwischt und wusste nichts davon. Klar ist aber eines. «Die Prämie gilt nicht für Swiss-Mitarbeitende», erklärt ein Sprecher der Schweizer Lufthansa-Tochter. Bei der von der Lufthansa Group angekündigten Prämie handle es sich um eine vom Deutschen Staat bis Ende März geförderte Sonderzahlung für alle Mitarbeitenden mit einem deutschen Arbeitsvertrag.

Dies führt bei den Angestellten von Swiss für einen Aufschrei. Man mache aus einem weltweiten Dankeschön ein rein deutsches, so der Tenor.

Mehr zum Thema

Die neue Premium Economy Class von Swiss in einer Boeing 777: Insgesamt gibt es ...

Schalensitze, kein Vorhang und besser kurze Beine

Boeing 777 von Swiss: Die Schweizer Lufthansa-Tochter ...

Swiss stattet ihre Boeing 777 mit Haifischhaut aus

Embraer E195-E2 von Helvetic Airways: Rechtzeitig Ersatzmotoren bestellt.

Swiss braucht doch wieder mehr Hilfe von Helvetic

Tap und Lufthansa: Kommt es zum Kauf der Anteile?

Lufthansa reicht verbindliches Angebot für Tap Air Portugal ein

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies