Airbus-Konzernchef Tom Enders und CFM-Chef Gaël Méheust gucken sich den A320 Neo genauer an.

Offizielle ÜbergabeAuch Easyjet hat nun einen A320 Neo

Die britische Billigairline hat das erste Exemplar des modernisierten Airbus-Modells übernommen. Mit den A320 Neo kann Easyjet Kosten und Emissionen senken. Beides hilft im Wettbewerb.

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116 A320 Neo und A321 Neo fliegen schon auf der Welt. Am Mittwoch (13. Juni) kam Nummer 117 hinzu. Easyjet hat in Toulouse das erste Exemplar des modernisierten Kurz- und Mittelstreckenklassikers von Airbus übernommen. «Das Flugzeug ist die perfekte Waffe für Easyjet in der nächsten Expansionsphase», kommentierte Airbus-Konzernchef Tom Enders.

Das sieht auch Carolyn McCall so. «Der A320 Neo bietet 15 Prozent tiefere Kerosinkosten pro Sitz. Das erlaubt es uns, die Ausgaben weiter zu senken und so weiterhin die besten Tarife anzubieten», so die Easyjet-Chefin. Die Billigairline hat insgesamt 100 A320 Neo mit 186 Sitzplätzen und 30 A321 Neo mit 235 Sitzplätzen mit Leap-1A-Triebwerken von CFM bestellt.

Auch Boeing 737 war Option

Es ist jedoch nicht nur die Ersparnis beim Treibstoff, die Easyjet vom Airbus A320 Neo überzeugt hat.  Auch der deutlich verringerte CO2-Ausstoß und der um rund die Hälfte reduzierte Lärmteppich waren ein wichtiges Argument. «Wir fliegen an große Flughäfen in Städten, da ist das ein wichtiges Merkmal», sagt McCall. Sie hat sich ein Ziel gesetzt. Statt wie heute noch 80 Gramm CO2 pro Passagier und geflogenen Kilometer, will Easyjet ab 2020 72 Gramm erreichen.

Der A320 war keineswegs gesetzt, obwohl Easyjet mit dem neuen A320 Neo nun den 300. Airbus übernommen hat. «Wir haben uns auch sehr ernsthaft mit Boeing unterhalten», sagt McCall. Es seien harte Verhandlungen gewesen. Gekauft haben sie dann aber doch den A320 Neo statt die Boeing 737 Max.

Ab sofort im Einsatz

Die Briten werden der 19. Betreiber des A320 Neo, wenn man neben Fluggesellschaften auch Leasinggesellschaften mitzählt. Das erste Flugzeug wird von London Luton aus ab Mittwoch zuerst nach Amsterdam, Madrid und Paris fliegen. Easyjet erwartet im Schnitt zwei A320 Neo pro Monat.

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