Flugzeug von Norwegian: Offenbar attraktiv für bisherige Ryanair- und Vueling-Piloten.

PilotenmangelAuch bei Norwegian häufen sich Annullierungen

Vueling ist kein Einzelfall. Auch bei der norwegischen Billigairline häuften sich zum Ferienbeginn Annullierungen. Nun reagiert Norwegian und stellt zusätzliche Piloten ein.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Schelte der Behörden wirkte. Nachdem Vueling zum Beginn der großen Sommerferien in Spanien Dutzende von Flügen kurzfristig ausfallen ließ, kam es vor allem am Flughafen Barcelona zu chaotischen Szenen. Hunderte von Passagieren waren gestrandet und die Mitarbeitenden der Billigairline waren vom Ansturm völlig überfordert. Daraufhin verlangte das spanische Ministerium für öffentliche Arbeiten und Transport vom Management zuerst Erklärungen und dann einen Notfallplan.

Den hat Vueling inzwischen eingereicht. Er sieht vor, die Zahl der Flüge im Sommer zu reduzieren, fünf zusätzliche Flugzeuge zu leasen und mehr Zeit am Boden einzuberechnen. Zudem wird die IAG-Tochter 34 zusätzliche Piloten sowie 130 Callcenter-Mitarbeiter anstellen.

«Schreckliche Situation»

Vueling ist kein Einzelfall wie sich vergangene Woche zeigte. Auch bei Norwegian Air Shuttle kam es zu Beginn der Sommerferien gehäuft zu Annullierungen. Passagiere bekamen teilweise erst wenige Minuten vor Abflug Bescheid, dass ihr Flug ausfällt. Anders als bei Vueling versuchte sich die Fluggesellschaft aber nicht durchzuwursteln. Sie berief schon nach wenigen Tagen eine Pressekonferenz ein und entschuldigte sich.

Gleichzeitig gab Norwegian bekannt, wie sie das Problem lösen will. Man werde 2016 rund 275 neue Piloten ausbilden, erklärte Geschäftsführer Björn Kjos vor der Presse. So könne man die «schreckliche Situation» lindern.

Freie Tage abkaufen

Auch bei Norwegian ist Pilotenmangel schuld an der Misere. Er kam zustande, weil eine Vereinbarung zwischen den Piloten und der Fluglinie kürzlich nach 14 Jahren ausgelaufen war. Darin war die Möglichkeit festgehalten, dass Norwegian Piloten freie Tage gegen Bezahlung abkauft. Das half bislang Engpässe zu überbrücken.

«Wir sagten seit Monaten, dass es ein Problem geben wird und wir mehr Piloten brauchen», kommentierte Halvor Vatnar von der Pilotengewerkschaft im TV-Sender NRK. Inzwischen schlossen Gewerkschaften und Piloten eine neue Vereinbarung.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin