Flugbegleiter von British Airways: Wer nach 2010 eingestiegen ist, verdient wenig.

Tiefe LöhneAuch bei British Airways droht zu Weihnachten Streik

Die Gewerkschaft der neueren Flugbegleiter von British Airways beklagt Löhne knapp am Existenzminimum. Darum wollen die Mitglieder schon bald streiken.

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Das Ergebnis ist überaus deutlich. Mit 4:1 haben sich rund 1500 in der Gewerkschaft Unite organisierten Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von British Airways in einer Abstimmung für einen Streik ausgesprochen. Nach dem 21. Dezember planen sie nun ihre Arbeit niederzulegen.

Auch bei der britischen Fluggesellschaft geht es um Geld. In Stellenanzeigen sei den Kabinenmitgliedern ein Lohn zwischen 21.000 und 25.000 Pfund (rund 25.000 bis 30.000 Euro) pro Jahr versprochen worden, so Unite. In Tat und Wahrheit würden aber nur knapp 12.000 Pfund ausgezahlt plus eine Zulage von rund 625 Pfund pro Monat je nach Arbeitsstunden (also insgesamt rund 14.750 Euro). Das sie knapp mehr als der Mindestlohn, aber weniger als der Durchschnittslohn im Vereinigten Königreich.

Viele haben offenbar Zweitjob

Beim Streit geht es um die Flugbegleiter der Mixed Fleet. Das sind alle, die nach 2010 angestellt worden sind. Derzeit arbeiten rund 2500 von 19.000 Kabinenbesatzungsmitgliedern von British Airways für diesen Bereich. Er zeichnet sich durch tiefere Löhne und schlechtere Konditionen aus. Dafür können die Angestellten schneller nicht nur Kurz-, sondern auch Langstrecken fliegen.

Wegen der tiefen Löhne hätten rund die Hälfte der Mixed-Fleet-Stewardessen und Stewards einen Zweitjob annehmen müssen, so Unite. British Airways gibt den durchschnittlichen Monatslohn nach Steuern mit 1250 bis 1600 Pfund an. Die Airline erklärt, sie habe den Kabinenmitarbeitenden ein «vernünftiges und faires» Angebot zur Lohnerhöhung gemacht. Zum Vergleich: Bei Lufthansa verdient ein Einsteiger in der Kabine rund 22.000 Euro brutto.

British Airways ist enttäuscht

Zudem wies sie darauf hin, dass die Mixed Fleet nur rund 15 Prozent aller Flugbegleiter beschäftige. «Wir sind sehr enttäuscht, dass die Gewerkschaft den Kunden Unsicherheit verursacht», so British Airways in einer Stellungnahme. Man arbeite aber weiter daran, das Problem so schnell wie möglich zu lösen.

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