Letzte Aktualisierung: um 16:51 Uhr

Gran Canaria

ATR 72 landet auf falscher Piste – Fahrzeug muss fliehen

Heikler Moment am Flughafen von Gran Canaria. Eine ATR 72 von Binter Canarias steuerte die falsche Piste an. Auf der befand sich gerade ein Fahrzeug.

Binter Canarias

ATR 72 von Binter: Steuerte die falsche Piste an.

Es ist ein kurzer Hopser. Etwas mehr als eine halbe Stunde dauert Flug NT207 jeweils. Binter Canarias setzt auf der Verbindung von Fuerteventura nach Gran Canaria ATR 72-600 ein. So auch am 14. März, als die Maschine mit dem Kennzeichen EC-MNN mit vier Besatzungsmitgliedern und 68 Fluggästen an Bord auf der 160 Kilometer langen Strecke unterwegs war.

Der Flug zwischen den beiden Kanarischen Inseln ist für die Pilotinnen und Piloten der spanischen Regionalairline Routine. Doch an jenem Tag passierte ihnen ein Malheur. Beim Anflug auf den Aeropuerto de Gran Canaria hatten die Fluglotsen dem Cockpitpersonal die Erlaubnis erteilt, auf Start- und Landebahn 03R zu landen. Das ist die rechte der beiden 3100 Meter langen, parallelen Pisten. Dennoch zielten die Piloten auf Piste 03L.

Dem Fahrer fiel der Fehler auf

Das war nicht nur ein Fehler, sondern zu jenem Zeitpunkt auch wirklich gefährlich, wie dem Vorbericht der spanischen Unfalluntersuchungsbehörde Comisión de Investigación de Accidentes e Incidentes de Aviación Civil zu entnehmen ist, der diese Woche veröffentlicht wurde und über den zuerst das Portal Aviation Herald berichtete. Denn auf 03L befand sich gerade ein Follow-me-Car, um die Bahn auf Fremdkörper und Schäden zu prüfen. Dies wird von Flughäfen regelmäßig gemacht. Dennoch steuerte die ATR 72 weiterhin auf die linke Landebahn zu.

Dem Fahrer des Fahrzeugs fiel das zuerst auf. Er funkte den Kontrollturm an, ob es sein könne, dass die Turbopropmaschine Piste 03L anvisiere, auf der er sich gerade befand. Die Lotsen kontrollierten und bestätigten dies. Sie wiesen ihn an, die Piste sofort zu verlassen. Kurze Zeit später setzte die ATR 72 um 12:11 Uhr Ortszeit auf Piste 03L auf. Passiert ist beim Zwischenfall niemandem etwas.



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