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Schweizer Charter- und Frachtairline

Neuer Besitzer für Farnair

Das irische Luftfahrtunternehmen will den Schweizer Konkurrenten kaufen. Aus ASL Aviation und Farnair entsteht ein neuer Fracht- und Passagieranbieter.

Aero Icarus/Flickr/CC

ATR 42 von Farnair: Neue Herren im Haus.

Mehr als hundert Flugzeuge wird die Flotte von ASL Aviation bald umfassen. Denn die irische Gruppe expandiert. Wie verschiedene Medien berichten, will sie die Konkurrentin Farnair mit Sitz in Basel kaufen. Interne Quellen bestätigen gegenüber aeroTELEGRAPH die Transaktion. Sie soll in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Die Aufsichtsbehörden hätten bereits ihr Okay für den Kauf gegeben. Noch vor Ende des Jahres soll das Geschäft abgeschlossen sein, heißt es.

Farnair wurde vor 31 Jahren als winziges Frachtunternehmen gegründet. Im Auftrag von TNT flog es vier Mal wöchentlich mit einer Piper Seneca von Basel nach Brüssel. Das schien ein gutes Geschäftsmodell zu sein. Das Unternehmen wuchs rasch. Heute besitzt die Farnair-Gruppe eine Fluggesellschaft in der Schweiz und eine in Ungarn, ist in der Abfertigung tätig und hat auch eine eigene ATR-Flugschule.

Größte Fluggesellschaft ist Europe Airpost

Die Flotte besteht aus einer ATR 42-300, einer ATR 42-300F, 12 ATR 72-200F, 2 Beechcraft 1900F und 2 Boeing 737-400SF. Neben Fracht befördert Farnair heute auch Passagiere – als Anbieterin von Wet-Lease-Diensten für andere Fluggesellschaften.

ASL Aviation ist ungleich größer. Das Unternehmen aus Dublin beschäftigt rund 1200 Personen und besitzt mehr als 80 Flieger. Neben Frachtdiensten – hauptsächlich über ihre spezialisierte Tochter Air Contractors – ist es auch im Passagiergeschäft aktiv. Seine größte Fluglinie ist da die französische Europe Airpost. Daneben betreibt ASL die südafrikanische Charterairline Safair und die Lowcost-Anbieterin Fly Safair.



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