Asiana-Flieger nach dem Unfall: Drei Menschen starben.

Asiana beschuldigt Boeing

Nach dem Crash der Boeing 777 von Asiana in San Francisco ist die Schuldfrage noch nicht geklärt. Airline und Piloten sehen die Schuld auch bei Boeing.

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Eigentlich schien die Sache ziemlich klar: Ein technisches Problem war nicht der Grund für die Bruchlandung der Boeing 777 von Asiana am 6. Juli 2013. Schon wenige Wochen nach dem Crash schien gesichert: Der Fehler lag bei den Piloten. Unter anderem, so die Vorwürfe, seien sie zu hierarchiehörig gewesen, der Kopilot habe etwa den Fehler seines Vorgesetzten bemerkt, sich aber nicht getraut, ihn darauf aufmerksam zu machen.

Doch bei Asiana will man diese Kritik nicht auf sich sitzen lassen, scheint es. Zwar treffe die Piloten von Flug OZ214 eine Teilschuld. So hätten diese versagt, als es darum ging, die korrekte Geschwindigkeit bei der Landung beizubehalten. Das schließlich führte dazu, dass der Jet in eine Mauer vor der Landebahn crashte. Doch zumindest eine Teilschuld treffe auch den Flugzeugbauer, heißt es nun von Asiana laut in die Ermittlungen involvierten Personen. Die Informanten wollen laut der Nachrichtenagentur AP anonym bleiben.

Auf Technik verlassen

Asiana erklärt demnach, dass die Boeing-Technik eigentlich die Aufgabe habe, den Schub automatisch auf dem nötigen Niveau zu halten. Darauf hätten sich die Piloten verlassen. Doch das sei nicht der Fall gewesen. In der Folge sei die Boeing 777 mit 307 Menschen an Bord verunglückt. 304 von ihnen überlebten. Eigentlich, so die Piloten, habe man die automatische Geschwindigkeitsregelung angeschaltet gehabt. Es habe daher keinen Grund gegeben, sich Sorgen zu machen. Als sie merkten, dass etwas nicht stimmte, sei es zu spät gewesen.

Asiana sieht eine Teilschuld Boeings auch dadurch bewiesen, dass es bereits früher Zwischenfälle gab, in denen die Geschwindigkeitsregelung bei Boeing 757, 767 und neueren 737 ausfiel, ohne dass die Crew sie abgeschaltet habe. Boeing kommentiert die Vorwürfe nicht.

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