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Neue Nationalairline für Armenien?

Nach dem Bankrott der Fluggesellschaft Armavia gibt es im Land keinen Nationalanbieter mehr. Doch das könnte sich schon bald ändern.

Eduard Heisterkamt/Wikimedia/CC

Superjet 100 von Armavia: Die Airline war der Erstkunde

span>Gagik Minasian ist optimistisch. Der Vorsitzende des armenischen Komitees für Finanzfragen hofft, dass schon sehr bald eine neue armenische Nationalairline abhebt. «Leider konnte Armavia nicht aus der Krise finden», so der Politiker. Die Fluggesellschaft meldete Anfang April Insolvenz an und stellte die Flüge ein. Eine Überraschung sei das aber nicht gewesen, erklärt Minasian.

«Nun ist aber endlich Platz für einen neuen Anbieter.» Dieser werde wesentlich mächtiger und vor allem stabiler sein, kündigt der Politiker gemäß einem Bericht des Nachrichtenportals Nouvelles d’Arménie an. Doch das sei nicht genug, so Grigory Hayrapetyan, Pilot der ehemaligen Airline bei einer Konferenz zur Zukunft der armenischen Luftfahrt. Zwei oder drei Anbieter brauche es im Land, ob staatlich oder privat sei egal. «Wir dürfen uns aber nicht darauf verlassen, dass ausländische Anbieter die Lücke füllen», erklärte der Pilot laut einem Zeitungsbericht.

Armavia wieder aufleben lassen

Und offenbar gibt es auch schon einen Interessenten von privater Seite, der den Platz von Armavia einnehmen will. Bisher hatte man von der Firma noch nie etwas gehört, nun will sie 750 Millionen Dollar einschießen um Armavia wieder auferstehen zu lassen.

Die Firma trägt den Namen Krunk Air. Generaldirektor Wladimir Poghosyan erklärte gegenüber dem Nachrichtenportal Armepress, dass man bereits Gespräche mit Angestellten von Armavia führe. Mehrere hundert wolle man übernehmen. Der erste Airbus A340 könne, so der Manager, schon innerhalb von drei Monaten abheben, wenn es keine Hindernisse seitens der Regierung gebe. Zwei Airbus A320 sollen folgen.

Dubioser neuer Anbieter

Wie das Capa Center for Aviation berichtet, ist die armenische Regierung ein Teilhaber an der dubiosen Firma, deren Name «Kranich» bedeutet. Wie viele Anteile sie hält, ist aber nicht bekannt. Ein Hindernis muss der Kranich aber noch überwinden: Krunk Air hat noch nicht einmal die Genehmigung der armenischen Zivilluftfahrtbehörde.



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