Ex-Präsidentin Cristina Elisabet Fernández de Kirchner vor der Tango 01.

PräsidentenjetArgentinien sucht Nachfolger für Tango 01

Mehr als 20 Jahre waren Argentiniens Präsidenten in der Tango 01 unterwegs. Das neue Staatsoberhaupt will die Boeing 757 austauschen – gegen eine bescheidenere Maschine.

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Eine Boeing 757-200, modifiziert mit zwei zusätzlichen Tanks für lange Strecken, das war die Tango 01. So nannte man die Maschine Nummer eins in der argentinischen Regierungsflotte. Angeschafft im Jahr 1992 vom damaligen Präsidenten Carlos Menem für 66 Millionen Dollar, galt sie als Symbol für Protz und Prunksucht.

Nun will die neue Regierung von Präsident Mauricio Macri die Tango 01 bis Ende des Jahres verkaufen. Ebenso die Tango 04, eine Boeing 737-500. Das berichtet die Zeitung La Nacion.

Bescheidener und praktischer

Für dringend nötige Reparaturen müsste Argentinien weitere 20 Millionen Dollar in die Tango 01 stecken. Das will man nicht. Lieber investiert Buenos Aires 40 Millionen Dollar in den Kauf einer neuen Maschine, die kleiner, bescheidener und praktischer sei, weniger Jahre auf dem Buckel habe und weitere Distanzen zurücklegen könne, zitiert die Zeitung Regierungsangaben.

Es ist die Rede von etwa 15 Sitzplätzen und davon, sich abzugrenzen von den Maschinen anderer südamerikanischer Staatschefs. So verweist die Zeitung etwa auf einen Airbus A320 von Paraguays Präsident Horacio Cartes. Zur Finanzierung des Kaufes kommt ein Leasinggeschäft oder ein internationaler Kredit in Frage.

Schon einer wollte verkaufen

Bereits Präsident Fernando de la Rua hatte angekündigt, die Tango 01 zu verkaufen. Er schied jedoch Ende 2001 nach zwei Jahre aus dem Amt, ohne sein Versprechen eingelöst zu haben.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie mit Video Aufnahmen von Tango 01 und 04 und werfen Sie einen Blick ins Innere des Präsidentenjets.

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