Ansicht der App: Sie wird während des Fluges live nachgeführt.

Innovation von DeltaApp hilft Piloten, Turbulenzen zu vermeiden

Turbulenzen sind für Passagiere unangenehm und für Airlines teuer. Delta hat nun eine App entwickelt, die es Piloten ermöglicht, das schlechte Wetter besser zu umfliegen.

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Für Passagiere sind Turbulenzen in erster Linie eines: Unangenehm. Gefährlich ist das wetterbedingte Gewackele aber eigentlich nur, wenn man sich nicht anschnallt. Für Airlines ist das schlechte Wetter aber auch ein Kostenfaktor. Rund 100 Millionen Dollar an zusätzlichen Treibstoffkosten geben sie laut Daten der Nasa jährlich wegen Turbulenzen aus.

Bei Delta Air Lines hat man sich nun etwas ausgedacht, was den Flug für Passagiere angenehmer und für die Airline günstiger gestalten soll. Die App Flight Weather Viewer hilft Piloten, während des Fluges direkt zu reagieren, falls ein neues Gebiet mit Turbulenzen aufkommt. Das Besondere an der App, die Piloten auf ihren Tablets geladen haben: Die Daten werden über das Internet, welches auch Passagiere nutzen, während des Fluges live nachgeführt. Damit sind die Angaben deutlich aktueller als die, die Piloten bei der Flugvorbereitung erhalten.

Besserer ökologischer Fußabdruck

Die Daten werden mit einem speziellen Algorithmus auf die eingegeben Flugdaten und auch den Flugzeugtypen zugeschnitten, so Delta in einem Blogbeitrag. Denn: Turbulenzen wirken sich auf eine Boeing 737 zum Beispiel anders aus als auf einen Airbus A330. Derzeit befindet sich die App im Betatest und die dafür nötige Sensortechnologie ist an den Boeing 737 und 767 der Airline installiert. Doch schon bald will Delta den Flight Weather Viewer flottenweit nutzen.

«Wir erwarten, dass Verletzungen aufgrund von Turbulenzen signifikant zurückgehen und auch unser ökologischer Fußabdruck stark verbessert wird», schreibt die Fluggesellschaft im Blogbeitrag. In einer zweiten Phase soll die App zusätzlich zu den Daten zu Turbulenzen noch mit weiterer Technik ausgestattet werden, mit der sich zum Beispiel Aschepartikel nach Vulkanausbrüchen, Blitz, Donner oder Hagel messen lassen.

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