Die Antonov An-24 mit dem Kennzeichen RA-47821 : landete am falschen Ort.

RusslandAntonov An-24 landet auf vereistem Fluss statt an Flughafen

Zwischenfall im Fernen Osten Russlands: Eine Antonov An-24 vo Polar Airlines landete statt am Flughafen Zyryanka auf einem vereistem Fluss. Jetzt ist klar, was passierte.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Für viele kleine Kommunen in der russischen Republik Sacha ist Polar Airlines lebenswichtig. Die Fluggesellschaft verbindet sie mit ihren 65 Flugzeugen der Außenwelt. Die Tochter von Aurora Airlines versorgt sie mit Gütern und bringt Menschen aus abgelegenen Gegenden in die regionalen Zentren.

Am Donnerstag (28. Dezember) war eine Antonov An-24 von Polar Airlines unterwegs auf einem Rundkurs ab dem Drehkreuz in Yakutsk. Erstes Ziel war Zyryanka. Von dort hätte sie weiter nach Srednekolymsk fliegen sollen, bevor sie wieder zurück nach Yakutsk gekehrt wäre.

Behörden vermuten Fehler der Besatzung

Doch bei der Landung am ersten Etappenziel lief etwas schief. Der Flieger mit dem Kennzeichen RA-47821 setzte nicht auf der Piste des Flughafens von Zyryanka auf, sondern auf dem zugefrorenen Fluss Kolyma daneben. Bilder zeigen die An-24 auf der verschneiten Eisfläche stehen. Beschädigt wurde sie nicht.

«Nach vorläufigen Informationen war die Ursache des Zwischenfalls ein Fehler der Besatzung», so ein Sprecher des Transport Prosecutor's Office of Eastern Siberia. Wie das Portal Aviatorshina schreibt, herrschte im Zeitpunkt der Landung Bodennebel. Und so konnte die Crew die Piste zuerst nicht erkennen. Daher kreiste sie ein paar Mal.

Nebel am Boden

Dann setzte sie zur Landung an. Doch auf rund 100 Meter über Boden geriet die An-24 erneut in den Nebel. «Ich sah die Umrisse der Landebahn und griff in die Steuerung ein, indem ich nach rechts drehte. Die Landung verlief reibungslos», erzählte gemäß dem Bericht der steuernde Kopilot später. Der Lotse im Kontrollturm habe gefunkt: «Geh weg, dreh um, aber es war zu spät.»

Die An-24 war um zwei Grad vom Landekurs abgewichen und setzte deshalb etwa 80 Meter rechts von der Landebahn auf. An Bord der 52-jährigen Maschine befanden sich 30 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder.

Mehr zum Thema

Airbus A330 Siam Wings: Die Airline hat enge Verbindungen nach Russland.

Thailands neue Langstrecken-Airline hat eine brisante Vorgeschichte

Blauer Traktor am Flughafen Novosibirsk: Drei Flugzeuge mussten durchstarten.

Blauer Traktor zwingt drei Flugzeuge in Novosibirsk zum Durchstarten

Zweiter Prototyp der Yakovlev MS 21-310:  Russland will neue Gebühr zur Finanzierung.

Passagiere sollen teure Flugzeuge aus russischer Produktion bezahlen

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Video

Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin