Die Antonov An-24 mit dem Kennzeichen RA-47821 : landete am falschen Ort.

RusslandAntonov An-24 landet auf vereistem Fluss statt an Flughafen

Zwischenfall im Fernen Osten Russlands: Eine Antonov An-24 vo Polar Airlines landete statt am Flughafen Zyryanka auf einem vereistem Fluss. Jetzt ist klar, was passierte.

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Für viele kleine Kommunen in der russischen Republik Sacha ist Polar Airlines lebenswichtig. Die Fluggesellschaft verbindet sie mit ihren 65 Flugzeugen der Außenwelt. Die Tochter von Aurora Airlines versorgt sie mit Gütern und bringt Menschen aus abgelegenen Gegenden in die regionalen Zentren.

Am Donnerstag (28. Dezember) war eine Antonov An-24 von Polar Airlines unterwegs auf einem Rundkurs ab dem Drehkreuz in Yakutsk. Erstes Ziel war Zyryanka. Von dort hätte sie weiter nach Srednekolymsk fliegen sollen, bevor sie wieder zurück nach Yakutsk gekehrt wäre.

Behörden vermuten Fehler der Besatzung

Doch bei der Landung am ersten Etappenziel lief etwas schief. Der Flieger mit dem Kennzeichen RA-47821 setzte nicht auf der Piste des Flughafens von Zyryanka auf, sondern auf dem zugefrorenen Fluss Kolyma daneben. Bilder zeigen die An-24 auf der verschneiten Eisfläche stehen. Beschädigt wurde sie nicht.

«Nach vorläufigen Informationen war die Ursache des Zwischenfalls ein Fehler der Besatzung», so ein Sprecher des Transport Prosecutor's Office of Eastern Siberia. Wie das Portal Aviatorshina schreibt, herrschte im Zeitpunkt der Landung Bodennebel. Und so konnte die Crew die Piste zuerst nicht erkennen. Daher kreiste sie ein paar Mal.

Nebel am Boden

Dann setzte sie zur Landung an. Doch auf rund 100 Meter über Boden geriet die An-24 erneut in den Nebel. «Ich sah die Umrisse der Landebahn und griff in die Steuerung ein, indem ich nach rechts drehte. Die Landung verlief reibungslos», erzählte gemäß dem Bericht der steuernde Kopilot später. Der Lotse im Kontrollturm habe gefunkt: «Geh weg, dreh um, aber es war zu spät.»

Die An-24 war um zwei Grad vom Landekurs abgewichen und setzte deshalb etwa 80 Meter rechts von der Landebahn auf. An Bord der 52-jährigen Maschine befanden sich 30 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder.

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