Die Milliarden-Dollar-teure Technik könnte mit biligeren Programmen geknackt werden.

Hacker warnen vor neuer Technik

Ein neues Navigations-System soll die Luftfahrt in den Vereinigten Staaten wirtschaftlicher und sicherer machen. Computercracks bezweifeln das.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

37 Milliarden Dollar investieren die Vereinigten Staaten in ihr neues Next Gen Air Traffic Control System. Es soll die Luftfahrt sicherer machen, effizienter, wirtschaftlicher. Es sollen dank der neuen Technik auch mehr Flüge als bisher damit abgewickelt werden, das aber auf eine sicherere Art und weise. Statt Radar benutzt das neue System Global Positioning System, bekannter als GPS. Doch darin sehen einige nicht-kriminelle Hacker eine Gefahr. Es sei durchaus möglich, durch diese neue Technik Flugzeuge zu entführen, indem man ihre GPS-Daten ändert, berichtet das Internetportal Networkworld. Verschiedene Experten hätten schon bewiesen, dass so etwas durchaus möglich sei.

Die Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) widerspricht den Vorwürfen. Das System sei so entwickelt worden, dass es fremde Dateneingaben sofort erkenne. Doch einen unabhängigen Test gab es bislang noch nicht.

«Geisterflieger» kreieren

Ein weiteres Problem ist offenbar, dass die Signale, die Flieger bezüglich ihrer Identität und ihres Standortes aussenden, die so genannten automatic dependent surveillance-broadcast (ADS-B), unverschlüsselt gesandt werden. Wenn man diese Daten manipuliert, so der kanadische Hacker Brad Haines, so könne man «Geisterflieger» erschaffen.

«Wenn ich nur fünfzig Extra-Flüge in das System einspeise, dann würde eine Stunde reichen, um den Luftverkehr auf der gesamten Welt durcheinander zu bringen», erklärt der Hacker, der im Internet als Render Man bekannt ist. Und das könnte deutlich billiger sein, als die Milliarden, die die Amerikaner ausgeben. Ein rumänischer Hacker war gemäß dem Bericht in der Lage, ein System zu bauen, das solche Phantomflüge generiert – für 2000 Dollar.

Auch Entführungen möglich

Dass auch Entführungen nicht unmöglich sind, zeigte der Test einiger Forscher der Universität von Texas. Sie zeigten in einem vom Sicherheitsministerium angeordneten Test, dass es möglich ist, Drohnen von außen zu kontrollieren und hackten ein solches unbemanntes Flugobjekt an der White Sands Missile Range in New Mexico.

Auch wenn Radar ökonomisch nicht die schlauste Lösung wäre, so Paul Rosenzweig, von der Beratungsfirma Red Branch Law & Consulting – er sei zumindest nicht von Hackern angreifbar. Und so lange das andere System das sei, sei es ein zu großes Risiko, dieses einzuführen.

Mehr zum Thema

Delta-Flieger: Die Airline hat zu viele Statuskunden.

Delta hat zu viele Vielfliegende mit höchstem Status

Airbus A321 LR von Air Transat: Bald auch in Peru zu sehen.

Air Transat fliegt mit dem Airbus A321 LR nach Südamerika

Boeing 777 von United Airlines: Mehr Flugzeuge kommen hinzu.

United will in drei Jahren um 430 Flugzeuge wachsen

Boeing 737 von Southwest Airlines: Es gibt Nachschub.

Schon wieder Mini-Grounding bei Southwest Airlines - Piloten spotten

Video

vietnam airlines vn34 fuel dump load sheet 01
Eine falsche Beladung kann dazu führen, dass ein Flugzeug nicht rechtzeitig abheben kann. Der Ladesplan der Boeing 787 von Vietnam Airlines zeigt nun aber: Beim Vorfall am Flughafen München war dies nicht der Grund für das zu späte Abheben des Dreamliners.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die stehen gebliebene Boeing 787 von Vietnam Airlines nach der Landung in München: Die Blackbox wird ausgewertet.
Die Boeing 787-9 von Vietnam Airlines hinterließ beim missglückten Start in München Spuren am Ende der Piste und setzte während der Rotation mit dem Heck auf. Das bestätigt nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Die Ermittelnden untersuchen neben technischen und menschlichen Faktoren auch mögliche organisatorische Einflüsse.
Timo Nowack
Timo Nowack
Zerstörter Flieger von Mahan Air: Insgesamt wurden im Krieg gemäß der Regierung in Teheran 100 zivile Flugzeuge getroffen.
Insgesamt sollen es rund 100 sein: Im Iran wurden laut Angaben des Landes weit mehr zivile Flugzeuge durch Angriffe der USA oder Israels zerstört oder beschädigt, als bisher bekannt war. Für das Land ist das ein riesiges Problem.
Timo Nowack
Timo Nowack