Trent 800 an einer Boeing 777 von American Airlines: Der Transport eines Triebwerks ging schief.

Triebwerk beschädigtAmerican Airlines verklagt Kühne + Nagel

Die US-Fluglinie und der Logistiker streiten seit drei Jahren über ein beschädigtes Triebwerk. Nun hat American Airlines Klage gegen Kühne + Nagel eingereicht.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Klaus-Michael Kühne, Enkel des Firmengründers und bis heute Mehrheitseigentümer von Kühne + Nagel, einem der größten Logistikdienstleister der Welt, gilt mit einem Vermögen von rund 42,5 Milliarden Dollar als der reichste Deutsche. Der Wahl-Schweizer hat eine Vorliebe für den Hamburger SV und den Lufthansa-Konzern, an dem seine private Beteiligungsgesellschaft, die Kühne Holding, einen Anteil von 17,5 Prozent hält.

In den USA steht der Logistik-Riese nun vor juristischen Problemen. American Airlines hat in der vergangenen Woche Klage gegen Kuehne + Nagel wegen Vertragsbruchs und Fahrlässigkeit bei einem Bezirksgericht in Nordtexas eingereicht. Die amerikanische Fluggesellschaft fordert 520.246 Dollar von dem in der Schweiz ansässigen Unternehmen. Dies ist der nächste Akt in einem Streit, der bereits seit drei Jahren andauert.

Streit seit 2021

Alles begann im Juni 2021, als die Airline den Logistiker mit dem Transport eines Rolls-Royce Trent 800-Triebwerks von den USA nach Japan beauftragte. American Airlines nutzt diesen Triebwerkstyp für ihre Boeing 777-Flotte. Einige Monate später transportierte das Logistikunternehmen das Triebwerk zurück in die USA. Der Transport soll rund 200.000 Dollar gekostet haben.

Nach der Ankunft in den USA stellten Techniker von American Airlines bei einer Überprüfung des Triebwerks fest, dass das Trent 8000 während des Transports beschädigt wurde. Die Fluggesellschaft forderte daraufhin von Kühne + Nagel eine Entschädigung in Höhe von einer halben Million Dollar für die Reparaturkosten.

American Airlines will mehr als Reparaturkosten

Das Logistikunternehmen soll sich seither weigern, den Schaden zu begleichen. American Airlines verklagt Kühne + Nagel nun nicht nur auf Erstattung der Reparaturkosten für den Motorschaden, sondern fordert auch die Zahlung von Neben- und Folgeschäden sowie Zinsen und weiteren, vom Gericht festgesetzten Entschädigungen. Das Logistikunternehmen hat sich bislang nicht geäußert.

Kühne + Nagel erklärt auf Anfrage von aeroTELEGRAPH, man äußere sich generell nicht zu laufenden Verfahren.

Ergänzung vom 6. September: American Airlines hat die Klage inzwischen zurückgezogen.

Mehr zum Thema

Flieger von Lufthansa, Container von Kühne + Nagel: Gemeinsame strategische Optionen.

Was der Einstieg von Kühne bei Lufthansa verändert

Containerschiff und Boeing 777 F: Die Kombination liegt im Trend.

Warum Schifffahrtsriesen jetzt in die Luftfahrt investieren

Boeing 747-8 F von Atlas Air im Einsatz für Kühne + Nagel: Könnte so aussehen.

Letzte Boeing 747 werden für Schweizer Logistikriesen fliegen

ticker-american-airlines

American Airlines bringt alkoholfreies Bier an Bord

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies