Dreamliner von El Al: Tumult an Bord.

Religiöse ReisendeSabbat-Flug bringt El Al Ärger ein

Ein Flug der israelischen Nationalairline landete ungeplant in Athen, weil religiöse Passagiere Angst hatten, bis zum Sabbat nicht zu landen. Das Ereignis brachte El Al viel Ärger ein.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Am Sabbat ruht El Al. Die israelische Nationalairline führt am siebten Tag der jüdischen Woche keine Flüge durch, weil die Tora vorschreibt, dass an diesem Tag keine Arbeiten verrichtet werden dürfen. Crews, aber auch Mitarbeiter am Boden sollen den Ruhetag problemlos begehen können. Das wurde der Fluggesellschaft nun zum Verhängnis.

Flug LY002 nach Tel Aviv hatte am 15. November schon vor dem Start in New York rund fünf Stunden Verspätung. Schlechtes Wetter hatte dazu geführt, dass sich zuerst die Besatzung verspätete, dann gab es auch noch Verzögerungen am Flughafen JFK, weil der Schneesturm zu einem Stau am Boden geführt hatte. Einige religiöse Reisende fürchteten deshalb, dass sie nicht mehr rechtzeitig nach Hause kommen, um den Sabbat zu begehen.

Auseinandersetzung an Bord

Bereits vor dem Abflug gab es gemäß anderen Reisenden einen Aufruhr an Bord. Die religiösen Passagiere wollten offenbar aussteigen, um nicht zu spät in Tel Aviv anzukommen. Die Crew bat sie aber, sich zu setzen. Und dann flog der Dreamliner los.

Das machte die Gruppe wütend. Und so kam es an Bord nach rund sechs Stunden zu einer erneuten Auseinandersetzung, die gemäß einigen Passagieren Drohungen, Stöße und Verbalattacken gegen die Flugbegleiter beinhaltete. Das Resultat: Die Boeing 787-9 landete in Athen, um den religiösen Passagieren die Sabbat-Ruhe zu ermöglichen.

Boykott und Entschädigung

Nach dem Flug begann die Gesichte für El Al erst richtig schlimm zu werden. Ultraorthodoxe riefen zu einem Boykott der Nationalairline auf, weil sie den Flug überhaupt durchgeführt hatte. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich später, dementierte plötzlich, dass es eine gewalttätige Auseinandersetzung gegeben habe und entschädigte alle Reisenden mit Freiflügen nach Europa.

El Al hatte in letzter Zeit immer wieder Ärger mit Ultraorthodoxen. Dabei ging es meistens um die Weigerung gewisser Passagiere, sich neben Frauen zu setzen.

Mehr zum Thema

Haredi: Einige weigern sich, neben Frauen zu sitzen.

Ultrareligiöse Passagiere machen El Al erneut Ärger

Dreamliner von El Al: Wer nicht neben einer Frau sitzen will, muss wieder aussteigen.

Wer nicht neben Frauen sitzen will, darf nicht fliegen

ticker-el-al-neu2

El Al kehrt nach Südamerika zurück - nonstop in 16,5 Stunden nach Buenos Aires

ticker-el-al-neu2

El Al kauft sechs weitere Boeing 787-9 und wechselt bestehende Bestellungen auf 787-10

Video

Zwei Mitarbeitende von Alaska Airlines: Teil des Sicherheitsvideos.
Die fünftgrößte Fluggesellschaft der USA führt erstmals in ihrer Geschichte ein eigenes Sicherheitsvideo ein. Der Schritt von Alaska Airlines erfolgt aus einem ganz bestimmten Grund.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
southwest airlines  independence one
Die Vereinigten Staaten feiern das Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung und damit ihren 250. Geburtstag. Southwest Airlines nimmt das als Anlass für eine Sonderlackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack
ryanair marseille
Viele Fluggäste kamen in Marseille nicht schnell genug durch die Sicherheitskontrollen, um ihren Flug nach Marrakesch zu erreichen. Rund 30 von ihnen liefen daraufhin aufs Vorfeld zur geparkten Boeing 737 von Ryanair. Nun gibt es viele gegenseitige Beschuldigungen.
Timo Nowack
Timo Nowack