Haredi: Einige weigern sich, neben Frauen zu sitzen.

Sitzen neben FrauenUltrareligiöse Passagiere machen El Al erneut Ärger

Auch ein Gerichtsurteil hat das Problem nicht gelöst. Ultraorthodoxe Juden weigerten sich auf einem Flug von El Al, neben Frauen zu sitzen. Die Folgen davon waren Chaos und Verspätung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich schien jetzt alles klar zu sein. Vergangenen November entschied ein Gericht in Jerusalem, dass El Al Passagiere nicht mehr wegen ihres Geschlechts umsetzen darf. Damit gingen die Richter ein Problem an, das die israelische Nationalairline immer wieder in die Bredouille brachte. Ultraorthodoxe Juden – so genannte Haredi – beklagten sich oft, wenn sie neben Frauen sitzen mussten. Das ist ihnen aufgrund ihrer Weltanschauung verboten.

Trotz Gerichtsurteil wurde nun erneut ein Fall bekannt, in dem genau die Geschlechterfrage für Ärger sorgte. In New York weigerten sich vergangene Woche vier ultrareligiöse Männer, ihre Sitze einzunehmen, wie israelische Medien berichten. Denn sie hätten dann neben einer Frau gesessen. Die Crew versuchte das Problem zwar zu lösen – anfänglich aber ohne Erfolg. Wie ein Mitreisender bei Facebook kommentierte, hätten die Männer «die Flugbegleiterinnen weder angeschaut noch mit ihnen gesprochen».

Frauen wechselten Plätze

Danach seien alle männlichen Flugbegleiter und der Kopilot mit dem Problem beschäftigt gewesen, beklagt er sich weiter, «statt den Flug vorzubereiten und sich um die Passagiere zu kümmern». Eine Lösung fand sich dann doch - nach einem langen Streit, bei dem es mitunter laut wurde. Zwei Frauen waren bereit, ihre Plätze freiwillig aufzugeben.

Der Flug nach Tel Aviv hatte zuletzt rund 75 Minuten Verspätung. «Unsere Flugbegleiter tun alles, um die Wünsche unterschiedlicher Passagiere mit unterschiedlichen und vielfältigen Bedürfnissen zu erfüllen und versuchen, nach ihren besten Möglichkeiten zu helfen», kommentierte El Al den Fall gegenüber einem TV-Sender. Die Fluglinie wird sich wohl noch lange mit dem Problem herumschlagen müssen.

Mehr zum Thema

Ultraorthodoxe Juden in Jersualem: Diskriminierung ist bei El Al unerwünscht – nun auch per Gesetz.

Frauen: 1 - El Al: 0

ticker-el-al-neu2

El Al muss geplante Hanoi-Verbindung absagen

ticker-el-al-neu2

El Al integriert KI-Hotelplattform ins Buchungssystem

ticker-el-al-neu2

El Al startet neue Reiseplattform

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack