Haredi: Einige weigern sich, neben Frauen zu sitzen.

Sitzen neben FrauenUltrareligiöse Passagiere machen El Al erneut Ärger

Auch ein Gerichtsurteil hat das Problem nicht gelöst. Ultraorthodoxe Juden weigerten sich auf einem Flug von El Al, neben Frauen zu sitzen. Die Folgen davon waren Chaos und Verspätung.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Eigentlich schien jetzt alles klar zu sein. Vergangenen November entschied ein Gericht in Jerusalem, dass El Al Passagiere nicht mehr wegen ihres Geschlechts umsetzen darf. Damit gingen die Richter ein Problem an, das die israelische Nationalairline immer wieder in die Bredouille brachte. Ultraorthodoxe Juden – so genannte Haredi – beklagten sich oft, wenn sie neben Frauen sitzen mussten. Das ist ihnen aufgrund ihrer Weltanschauung verboten.

Trotz Gerichtsurteil wurde nun erneut ein Fall bekannt, in dem genau die Geschlechterfrage für Ärger sorgte. In New York weigerten sich vergangene Woche vier ultrareligiöse Männer, ihre Sitze einzunehmen, wie israelische Medien berichten. Denn sie hätten dann neben einer Frau gesessen. Die Crew versuchte das Problem zwar zu lösen – anfänglich aber ohne Erfolg. Wie ein Mitreisender bei Facebook kommentierte, hätten die Männer «die Flugbegleiterinnen weder angeschaut noch mit ihnen gesprochen».

Frauen wechselten Plätze

Danach seien alle männlichen Flugbegleiter und der Kopilot mit dem Problem beschäftigt gewesen, beklagt er sich weiter, «statt den Flug vorzubereiten und sich um die Passagiere zu kümmern». Eine Lösung fand sich dann doch - nach einem langen Streit, bei dem es mitunter laut wurde. Zwei Frauen waren bereit, ihre Plätze freiwillig aufzugeben.

Der Flug nach Tel Aviv hatte zuletzt rund 75 Minuten Verspätung. «Unsere Flugbegleiter tun alles, um die Wünsche unterschiedlicher Passagiere mit unterschiedlichen und vielfältigen Bedürfnissen zu erfüllen und versuchen, nach ihren besten Möglichkeiten zu helfen», kommentierte El Al den Fall gegenüber einem TV-Sender. Die Fluglinie wird sich wohl noch lange mit dem Problem herumschlagen müssen.

Mehr zum Thema

Ultraorthodoxe Juden in Jersualem: Diskriminierung ist bei El Al unerwünscht – nun auch per Gesetz.

Frauen: 1 - El Al: 0

ticker-el-al-neu2

El Al baut im Sommer kräftig aus - auch nach München

ticker-el-al-neu2

El Al droht hohe Geldstrafe wegen Preistreiberei

ticker-el-al-neu2

Crews von El Al bekommen neue Uniformen

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack