Montage in Hamburg: Airbus bremst den Ausstoß.

A320, A330 und A350Airbus schraubt Produktion drastisch herunter

Der Flugzeugbauer prüft, den Ausstoß deutlich zu reduzieren. So will Airbus verhindern, zu viele Flugzeuge auf Halde zu produzieren.

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Es ist eine kurze Nachricht, die Airbus am Freitag (3. April) verschickte. Man sei «dabei, die Auswirkungen der Pandemie auf den Betrieb und mögliche Gegenmaßnahmen zu analysieren», so der europäische Flugzeugbauer. Man stehe in ständigem Dialog mit Kunden, Lieferanten und institutionellen Partnern.

Mehr will Airbus noch nicht sagen. Doch gemäß übereinstimmenden Berichten hat der Hersteller die Produktion der A320-Familie bereits gebremst. Er liege derzeit weit unter den 60 Exemplaren pro Monat, die vor der Corona-Krise erreicht worden waren. Man überlege sich zudem für drei bis sechs Monate eine Reduzierung auf 36 Flieger, so die Nachrichtenagentur Reuters.

Airlines zögern mit Abnahme von Jets

Zulieferer seien bereits gebeten worden, ihre Anlieferung um 40 Prozent zu reduzieren. Auch die Zeitung Financial Times berichtet von einer Verkleinerung des Ausstoßes von A319, A320 und A321 in der klassischen Ceo- und der neuen Neo-Version in diesem, aber auch im nächsten Jahr. Gleichzeitig werde auch der Ausstoß von A330 und A350 heruntergefahren.

Mit der Verlangsamung könnte Airbus verhindern, zu viele Jets auf Halde herzustellen. Diverse Fluggesellschaften – etwa Air Asia X und Cathay Pacific – schieben die Übernahme von bestellten Fliegern hinaus. Zuletzt hat auch die Leasingfirma Avolon die Lieferung von neun A320 Neo von 2020/21 auf 2027 verschoben.

Bis zu 67 monatlich anvisiert

Zudem dürften einige Airlines auch Orders annullieren oder selbst vom Markt verschwinden. Avolon ist auch hier ein Beispiel. Das Leasingunternehmen hat am Freitag (3. April) die Order für vier A330 Neo zurückgezogen. Doch das war wohl nur der Anfang. In den spanischen Werken hat Airbus den Betrieb deshalb in der laufenden Woche bereits heruntergefahren.

Noch im Februar hatte Airbus von einer Ausweitung der Produktionsrate bei der A320-Familie gesprochen. Eigentlich peilte der Konzern für 2021 63 Stück pro Monat an. Man könne in den Jahren 2022 und 2023 den Ausstoß jeweils um weitere ein bis zwei Exemplare erhöhen, sagte Konzernchef Guillaume Faury damals. Das heißt, Airbus hätte dann mindestens 65, vielleicht aber auch 67 Flieger der A320-Familie monatlich gebaut.

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