Passagierin im Dreamliner: Die Fenstr lassen sich elektrisch dimmen.

Dreamliner-Fenster nicht dunkel genug

Die japanische Fluggesellschaft ANA ist unzufrieden mit den Fenstern der B787. Sie will, dass Boeing das Problem löst.

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«Gerade auf Langstreckenflügen ist es für unsere Passagiere wichtig, einen erholsamen Schlaf zu haben», erklärt ein Sprecher von All Nippon Airways gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. In den Dreamlinern sei das aber nicht unbedingt der Fall. Der Grund: Die extra-großen Fenster des neuen Langstreckenjets von Boeing seien nicht dunkel genug. Damit kritisiert die Airline etwas, das Boeing eigentlich als Verkaufsargument für die B787 sieht. Der Flieger hat als Erster überhaupt elektronisch dimmbare Fenster. So können die Passagiere sie verdunkeln, so viel sie wollen und dabei trotzdem noch aus dem Fenster sehen.

Doch offenbar werden die Fenster dabei nicht dunkel genug. Im Gegensatz zur alten Technik mit herunterziehbaren Blenden lassen sich die Fenster nicht komplett dunkel dimmen. Wie eine Quelle aus der Branche Reuters berichtet, will ANA daher nun an den bereits ausgelieferten 787 die traditionellen Blenden einbauen, um den Passagieren einen möglichst komfortablen Schlaf zu ermöglichen. Ein Sprecher der Fluglinie bestätigte das als eine von mehreren Möglichkeiten, wie man das Problem angehen will. Außerdem habe man Boeing darum gebeten, an einer Verbesserung der Technik zu arbeiten.

Boeing will sich nicht äußern

Boeing wollte sich zu dem Thema nicht äußern. Anfragen von Kunden fallen unter die Geheimhaltung, heißt es. Generell sei die Resonanz auf die größte Fenster, die es in einem kommerziellen Jet bisher gibt, aber grundsätzlich positiv gewesen. Auch ob andere Kunden schon Besserungen verlangt hätten, wollte der Hersteller nicht preisgeben. ANA ist der Erstkunde für die Dreamliner. 55 davon hat die Airline bisher bestellt. Wie die Zeitung The Herald berichtet, hat sie nun vier dieser Bestellungen von B787-8 Fliegern auf die längere Version B787-9 geändert. So könne man das Langstreckennetz noch flexibler ausbauen. Alles in allem werden nun 36 787-8 und 19 B787-9 zur Flotte gehören.

Auch ANA-Konkurrent Japan Airlines ist ein Großkunde. Vier der Jets fliegen bereits in der Bemalung, 41 weitere Bestellungen stehen aus. Eine Sprecherin erklärte, bisher habe man Boeing nicht um dunklere Fenster gebeten. Der japanische Markt ist für Boeing besonders wichtig. Weltweit haben die Amerikaner keinen größeren Marktanteil als dort mit rund 90 Prozent. Alles in allem sind die Kunden aber zufrieden mit dem neuen Jet. Auf Langstrecken führt der Dreamliner laut ANA zu einer Treibstoffersparnis von 21 Prozent.

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