Modell eines Red-Wings-Fliegers:Der Crash in Moskau brachte der Airline das Ende.

Eine Fluglinie für 2 Cent

Red Wings hat neue Eigentümer: Besitzer Alexander Lebedew verkaufte seine Airline für einen Rubel an eine Investorengruppe.

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Die Schuldigen machte er schon lange aus. Die russische Regierung sei verantwortlich für das Ende von Red Wings, erklärte Alexander Lebedew im Februar. Damals verordnete die Luftfahrt-Aufsichtsbehörde Rosawiatsia der Fluggesellschaft ein generelles Flugverbot. Sie habe eine zu schwache finanzielle Basis um den Betrieb weiter aufrecht zu erhalten, so die offizielle Begründung. Multimillionär Lebedew wies das umgehend von sich und witterte politische Gründe. Immerhin ist er ein erbitterter Gegner von Präsident Wladimir Putin und betreibt mit seiner Zeitung Nowaja Gaseta Oppositionspolitik. Schon im März gab Lebedew Forfait und erklärte öffentlich, er wolle Red Wings verkaufen.

Nun tat er diesen Schritt auch. Er habe sämtliche Aktien von Red Wings an eine Investorengruppe verkauft, erklärte Lebedew auf seinem Blog. Dafür habe er einen Rubel oder umgerechnet zwei Cent erhalten. Wer genau die neuen Eigentümer der Fluggesellschaft sind, wollte er nicht verraten. Aber es seien Russen. Die Zeitung Wedomosti beruft sich auf Vertraute des Millionärs und schreibt, es seien Leute aus dem Umfeld der russischen Versicherung Guta. «Ich habe alles getan, um das Unternehmen zu retten», verteidigt sich Lebedew.

Massiv verschuldet

Red Wings saß auf einem hohen Schuldenberg. Denn Ende Dezember verunglückte eine Tupolew Tu-204 der Fluglinie am Moskauer Flughafen Wnukowo. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben. Seither hoben die Flugzeuge von Red Wings nicht mehr ab. Auf insgesamt 1,5 Milliarden Rubel (37 Millionen Euro/47 Millionen Franken) sollen sich die Schulden belaufen.

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