Modell eines Red-Wings-Fliegers:Der Crash in Moskau brachte der Airline das Ende.

Eine Fluglinie für 2 Cent

Red Wings hat neue Eigentümer: Besitzer Alexander Lebedew verkaufte seine Airline für einen Rubel an eine Investorengruppe.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Schuldigen machte er schon lange aus. Die russische Regierung sei verantwortlich für das Ende von Red Wings, erklärte Alexander Lebedew im Februar. Damals verordnete die Luftfahrt-Aufsichtsbehörde Rosawiatsia der Fluggesellschaft ein generelles Flugverbot. Sie habe eine zu schwache finanzielle Basis um den Betrieb weiter aufrecht zu erhalten, so die offizielle Begründung. Multimillionär Lebedew wies das umgehend von sich und witterte politische Gründe. Immerhin ist er ein erbitterter Gegner von Präsident Wladimir Putin und betreibt mit seiner Zeitung Nowaja Gaseta Oppositionspolitik. Schon im März gab Lebedew Forfait und erklärte öffentlich, er wolle Red Wings verkaufen.

Nun tat er diesen Schritt auch. Er habe sämtliche Aktien von Red Wings an eine Investorengruppe verkauft, erklärte Lebedew auf seinem Blog. Dafür habe er einen Rubel oder umgerechnet zwei Cent erhalten. Wer genau die neuen Eigentümer der Fluggesellschaft sind, wollte er nicht verraten. Aber es seien Russen. Die Zeitung Wedomosti beruft sich auf Vertraute des Millionärs und schreibt, es seien Leute aus dem Umfeld der russischen Versicherung Guta. «Ich habe alles getan, um das Unternehmen zu retten», verteidigt sich Lebedew.

Massiv verschuldet

Red Wings saß auf einem hohen Schuldenberg. Denn Ende Dezember verunglückte eine Tupolew Tu-204 der Fluglinie am Moskauer Flughafen Wnukowo. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben. Seither hoben die Flugzeuge von Red Wings nicht mehr ab. Auf insgesamt 1,5 Milliarden Rubel (37 Millionen Euro/47 Millionen Franken) sollen sich die Schulden belaufen.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies