Nach Loch im RumpfAlaska Airlines lässt alle Boeing 737 Max 9 am Boden

Eine Boeing 737 Max 9 der amerikanischen Fluglinie verlor kurz nach dem Start ein Paneel. Trotz Loch im Rumpf landete sie wieder in Portland. Nun lässt Alaska Airlines alle Flugzeuge überprüfen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Zwischen eindreiviertel und einer Stunde dauert Flug AS1282 von Alaska Airlines normalerweise. Er führt täglich von Portland im Bundesstaat Oregon nach Ontario in Kalifornien. Doch am Freitag (5. Januar) dauerte er deutlich weniger lang und die 171 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder kamen nicht ans Ziel.

Denn rund sechs Minuten nach dem Start am Portland International Airport gab es an Bord der Boeing 737 Max 9 einen lauten Knall. «Ich schaue nach oben, und die Atemmasken sind heruntergefallen», erzählte eine Passagierin dem TV-Sender KGW8, «und ich schaue nach links, und da ist ein riesiges, klaffendes Loch auf der linken Seite, wo das Fenster ist». In der Tat zeigen Aufnahmen aus dem Flugzeug, dass ein ganzes Paneel des Flugzeugs fehlt und ein Loch in der Wand klafft.

An Stelle, wo ein Notausgang sein kann

Die Pilotin setzte umgehend einen Notruf ab und erklärte den Lotsen, sie müsse wegen eines Druckabfalls sinken. Die Boeing 737 Max 9 mit dem Kennzeichen N704AL kehrte zum Flughafen Portland zurück. Verletzte wurde beim Zwischenfall niemand. Die Passagiere lobten im Nachgang das besonnene Vorgehen der Crew.

Wie sich am Boden zeigte, entstand das Loch an der Stelle, an der gewisse Fluggesellschaften einen zusätzlichen Notausgang einbauen. Der ist dann nötig, wenn man mehr Sitze in die Boeing 737 Max 9 einbaut. Die meisten Airlines verwenden diesen aber nicht. Die Stelle hinten am Rumpf wird dann mit einem Paneel mit einem Fenster abgedeckt und versiegelt.

Alaska Airlines prüft jede Boeing 737 Max 9

Die Boeing 737 Max 8 und die noch nicht zugelassene 737 Max 7 weisen diesen potenziellen Notausgang nicht auf. Er ist jedoch ebenfalls bei der 737 Max 10 und der Billigairline-Variante Max 200 vorhanden und bei der Boeing 737-900 ER.

Boeing 737 Max 9 und das betreffende Paneel (rot eingekreist). Bild: Alaska AIrlines, Bearbeitung aeroTELEGRAPH

In der Folge hat Alaska Airlines beschlossen, alle Boeing 737 Max 9 am Boden zu lassen. Sicherheit sei ein grundlegender Wert und «das Wichtigste, worauf wir uns jeden Tag konzentrieren», teilte die Fluggesellschaft mit.  Jedes Flugzeug werde erst nach Abschluss der vollständigen Wartungs- und Sicherheitsinspektionen wieder in Betrieb genommen. Das werde einige Tage dauern.

Ganz neues Flugzeug mit wenigen Flügen

Alaska Airlines besitzt aktuell 65 Boeing 737 Max 9. Das Exemplar des Zwischenfalls trägt die Seriennummer 67501 und wurde erst am 31. Oktober ausgeliefert. Gemäß dem Luftfahrtdatenanbieter CH Aviation hatte es erst rund 300 Flüge absolviert und 1000 Flugstunden hinter sich.

Mehr zum Thema

Boeing 737-800 von Alaska Airlines: Noch mehr Macht an der Westküste der USA.

Alaska Airlines schluckt Hawaiian Airlines

Boeing 737 Max über Alaska: Die Fluglinie baut aus.

Alaska Airlines ist begeistert von der Boeing 737 Max

Die neuetse Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlins: Nach der Landung fehlte ein Teil der Heckflosse.

Elf Tage alte Boeing 737 Max verliert Teil der Heckflosse

ticker-boeing-1

Boeing liefert im Februar 51 Flugzeuge aus - deutlich mehr als Airbus

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack