Jet von Wizz Air: Tel Aviv kehrt in den Flugplan zurück.

IsraelWizz Air kehrt nach Tel Aviv zurück - doch Pläne für eine eigene Basis liegen auf Eis

Lange hat der ungarische Billigflieger über eine Basis in Israel verhandelt. Jetzt nimmt Wizz Air die Flüge nach Tel Aviv nach längerer Pause wieder auf - allerdings vorerst, ohne eine Basis zu eröffnen. Zu den Gründen gibt es unterschiedliche Aussagen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Im Sommer 2025 zeigte die ungarische Billigfluglinie Interesse am Aufbau einer Basis in Tel Aviv. Doch es gab Gegenwind von der heimischen Fluggesellschaft El Al. So reiste Wizz-Air-Chef József Váradi im November selber nach Israel. Bei einem Treffen mit Verkehrsministerin Miri Regev stellte er laut israelischen Medienberichten in Aussicht, über einen Zeitraum von drei Jahren rund eine Milliarde US-Dollar in Israel zu investieren, zehn Jets im Land zu stationieren, etwa 50 neue Strecken zu starten und Tausende von Jobs zu schaffen.

So sah es Ende des Jahres 2025 so aus, als würde der ungarische Fluggesellschaft die Pläne ab März 2026 umsetzen können. Und im Februar 2026 machte Israels Regierung den Weg frei für den Aufbau von Basen ausländischer Fluggesellschaften im Land.

Israel nicht erfreut über Wizz Airs lange Flugpause

Dann begann jedoch am 28. Februar der Krieg zwischen Israel und den USA auf der einen und Iran auf der anderen Seite. Und in dessen Folge ließ Wizz Air ihre Flüge nach Tel Aviv ausgesetzt. Anfang Mai erklärte dann das Verkehrsministerium gegenüber dem Portal Ynet, man habe die Gespräche über eine Basis mit Wizz Air ausgesetzt, weil die Fluggesellschaft die Wiederaufnahme ihrer Flüge nach Tel Aviv wiederholt verschoben habe.

Jetzt steht der Neustart unmittelbar bevor. «Morgen nehmen wir den Flugbetrieb wieder auf», sagte Kommerzchef Ian Malin am Mittwoch (28. Mai) auf Nachfrage von aeroTELEGRAPH in einem Pressegespräch. «Ich selbst werde morgen früh um 5 Uhr an Bord des Fluges von Budapest nach Tel Aviv sein.» Er begleite diesen Flug, um Wizz Airs Engagement zu unterstreichen. «Wir planen fest damit, diese Verbindung wieder dauerhaft anzubieten.»

Wizz Air erst jetzt wieder zufrieden mit Sicherheitslage

Zuvor habe man nicht das Risiko eingehen können, aus Sicherheitsgründen Flugzeuge zu lange am Boden lassen zu müssen. Daher gelte: «Wir mussten einen Teil der für Tel Aviv vorgesehenen Kapazitäten – also jene Flüge, die ursprünglich für das Frühjahr und den Sommer geplant waren – vorübergehend auf andere Strecken umverteilen.»

Dennoch habe man einen Teil der Kapazitäten für Tel Aviv reserviert, so Malin. Diese könnten nun zum Einsatz kommen, denn eine Sicherheitsbewertung habe vergangene Woche ergeben, dass der Flughafen wieder alle Kriterien von Wizz Air erfülle. Sie wird Tel Aviv mit sechs Zielen verbinden, wie Flugplandaten zeigen: Budapest in Ungarn, Sofia in Bulgarien, Larnaca auf Zypern, Krakau und Warschau in Polen sowie Bratislava in der Slowakei.

«Vorerst bleibt Tel Aviv eine reine Destination für uns»

Was den Aufbau einer Basis in Tel Aviv angeht, gibt sich der Kommerzchef des Billigfliegers aber zunächst zurückhaltend. Zwar habe man diese Option in Betracht gezogen, so Malin. Aber erst wenn sich die geopolitische Lage weiter stabilisiere, «werden wir diese Gespräche wieder aufnehmen», sagt der Manager. «Vorerst bleibt Tel Aviv jedoch das, was es schon immer war: eine reine Destination für uns. Es ist also ein Reiseziel, das wir anfliegen.»

Hinter aeroTELEGRAPH steckt mehr als eine Website: ein Team erfahrener Journalistinnen und Journalisten, das fliegt, recherchiert und einordnet – Tag für Tag. Mit Ihrer Unterstützung bleiben wir unabhängig und Sie lesen werbefrei. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-wizzair-1

Wizz Air eröffnet neue Basis in Turin

ticker-wizzair-1

Wizz Air baut Basis in Catania aus und startet vier neue Strecken

ticker-wizzair-1

Wizz Air stationiert fünftes Flugzeug in Chisinau - mehr Flüge nach Berlin

ticker-wizzair-1

Wizz Air erwartet besseres Jahresergebnis

Video

Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack