Willie Walsh vor einem Indigo-Jet (Montage): Der Ire übernimmt bei der indische Fluglinie.

Nachfolger von Pieter ElbersWillie Walsh wird neuer Chef von Indigo

Nach Turbulenzen im Betrieb und dem überraschenden Abgang von Chef Pieter Elbers holt sich Indigo einen erfahrenen Luftfahrt-Manager als Nachfolger: Der derzeitige Iata-Chef Willie Walsh übernimmt die Führung der größten indischen Fluggesellschaft.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Indiens größte Airline bekommt einen prominenten neuen Chef: Willie Walsh übernimmt die Führung von Indigo. Der derzeitige Generaldirektor des Branchenverbands Iata soll Anfang August 2026 bei der Fluggesellschaft einsteigen, nur wenige Tage nach seinem letzten Tag als Iata-Generaldirektor am 31. Juli.

Die Bekanntgabe folgt auf schwierige Monate bei der Fluglinie. Anfang Dezember kam es zu massiven Störungen im Betrieb: Innerhalb weniger Tage musste Indigo Tausende Flüge streichen oder verspätet durchführen, mehr als 300.000 Passagiere waren betroffen. Die indische Luftfahrtbehörde verhängte daraufhin Strafen und ordnete Maßnahmen gegen Teile des Managements an.

Kritik am Management von Indigo - Elbers tritt zurück

Als Ursachen wurden unter anderem eine zu aggressive Planung, unzureichende Vorbereitung auf neue Vorschriften und Defizite bei Personal und Systemen genannt. Wenige Monate später trat dann auch der damalige Geschäftsführer Pieter Elbers im März als Vorstandschef zurück. Der Niederländer hatte den Posten erst 2022 übernommen. Übergangsweise übernahm Mitgründer Rahul Bhatia wieder die Führung.

Willie Walsh: Aktuell leitet er noch die Geschicke des Airline-Dachverbands Iata.

Mit Walsh setzt Indigo nun auf einen erfahrenen Manager der Branche. Der Iata-Chef war zuvor unter anderem an der Spitze von Aer Lingus, British Airways und schließlich der gemeinsamen Muttergesellschaft IAG tätig, an deren Gründung er wesentlich beteiligt war. Bei Indigo soll der 64-Jährige die Airline durch die nächste Wachstumsphase führen, das Netzwerk weiterentwickeln und die operative Leistung stärken, heißt es in einer Mitteilung.

Indigo wächst rasant - mehr als 900 Flugzeuge bestellt

Die Aufgabe ist anspruchsvoll: Indigo wächst rasant, betreibt mehr als 400 Flugzeuge und hat mehr als 900 weitere bei Airbus bestellt. Sie gehört zu den wichtigsten Fluggesellschaften in einem der dynamischsten Märkte weltweit, im Inland hat sie einen Marktanteil von mehr als 60 Prozent. Doch der Start auf der Langstrecke verlief zuletzt holprig - auch wegen der geopolitischen Verwerfungen.

Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnieren

Video

santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack
wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack