Dreamliner von Westjet in London-Gatwick: Weitere Boeing 787 will Westjet nicht mehr.

KanadaWestjet macht eine strategische Kehrtwende

Alexis von Hoensbroech will keine weiteren Boeing 787 für die kanadische Fluglinie, dafür mehr Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge. Und er will sich mit Westjet auf einen Teil Kanadas konzentrieren.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

100 Tage Schonzeit gibt man neuen Chefinnen und Chefs in der Regel, bevor sie wirklich liefern müssen. Alexis von Hoensbroech hat das ernst genommen. Der ehemalige Chef von Austrian Airlines erreichte die 100-Tage-Marke an seiner neuen Wirkungsstätte in Kanada vergangene Woche. Das nahm er zum Anlass, seinen neuen Mitarbeitenden darzulegen, wie es mit Westjet weitergehen soll.

Der Name der Airline soll wieder Programm sein. Die in Calgary ansässige Fluggesellschaft will nach der strategischen Überprüfung ihre Ressourcen verlagern, um ihre Präsenz im Westen auszubauen. «Wir werden unsere Flugzeuge dort einsetzen, wo sie den Kanadiern den größten Nutzen bringen können», lässt sich von Hoensbroech in einer Mitteilung zitieren.

Keine weiteren Dreamliner

Ganz aus dem Osten mit Metropolen wie Toronto und Montreal zurückziehen wolle man sich aber nicht. «Während wir den Großteil unserer Flotte im Westen investieren werden, werden wir als nationale Fluggesellschaft eine bedeutende Präsenz in den östlichen Provinzen beibehalten, vor allem durch direkte Verbindungen zu unseren westlichen Städten.»

Man werde vorerst weitere Investitionen in zusätzliche Dreamliner aussetzen, um sich «stattdessen auf zusätzliches Wachstum bei den Mittelstrecken-Flugzeugen zu konzentrieren», heißt es von der Airline. Zusätzlich zu den mehr als 30 Boeing 737 Max, die die Fluggesellschaft in den kommenden Jahren erhalten wird, davon 15 im Jahr 2022, arbeite Westjet auf eine «umfangreiche zusätzliche Bestellung von Schmalrumpfflugzeugen hin.»

Bislang treue Boeing-Kundin

Welcher Hersteller da zum Zug kommen könnte, sagt Westjet noch nicht. Bislang ist die Airline aber eine treue Boeing-Kundin. Die Turboprop-Flotte mit De Havilland Canada Dash 8-400, mit der Westjet aktuell noch unterwegs ist, soll laut von Hoensbroech «auf die richtige Größe gebracht» werden. Die Flieger sollen ausschließlich im Westen eingesetzt werden, dort hätten sie den größten Nutzen.

Mehr zum Thema

Alexis von Hoensbroech: Er zieht nach Kanada.

Alexis von Hoensbroech verlässt Austrian Airlines für Westjet

Behörde genehmigt Übernahme von Transat durch Air Canada - Westjet erbost

Behörde genehmigt Übernahme von Transat durch Air Canada - Westjet erbost

Markierungen am Pearson Airport: Eigentlich eindeutig.

Behörde nimmt Flughafen Toronto unter die Lupe

Flieger mit Boeing-Logo: Der Hersteller zahlt an Hinterbliebene.

Fluglinie aus Kamerun und Boeing streiten 30 Jahre nach Absturz um 179 Millionen Dollar

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies