Dreamliner von Air India: Es fehlt an Personal.

PersonalmangelWachstumsschmerz lässt Air India Flugplan ausdünnen

Die indische Fluggesellschaft hat ihre Flotte vergrößert, aber es fehlt ihr an Personal. Nun muss Air India ihren internationalen Flugplan zusammenstreichen.

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Im Zuge der Corona-Pandemie haben viele Beschäftigte die Luftfahrtbranche verlassen. Die Folgen haben Reisende im vergangenen Sommer an Flughäfen zu spüren bekommen. Lufthansa, British Airways, Delta Air Lines und andere Fluggesellschaften mussten viele Flüge streichen. Und das Streichkonzert geht auch in diesem Jahr weiter.

Das jüngste Beispiel ist Air India. Die Fluglinie wird in den kommenden zwei bis drei Monaten sechs wöchentliche Verbindungen weniger in die USA anbieten. Zudem ist sie gezwungen, auf Flügen nach Bangkok und Dubai kleinere Jets einzusetzen: Statt Boeing 787 werden Airbus A320 fliegen, berichtet die Zeitung Business Standard. Der Grund: Personalmangel.

Eigentümer setzen auf Wachstum

Im Januar 2022 hatte der Mischkonzern Tata die Kontrolle über Air India übernommen und die Zeichen auf Wachstum gestellt. Seitdem wurde das Streckennetz erweitert, die Zahl der täglichen Flüge um 30 Prozent erhöht und die Flotte auf 100 Flugzeuge aufgestockt. Zwar wurden auch neue Mitarbeitende eingestellt, aber derzeit herrscht ein Missverhältnis zwischen neuen Flugzeugen und einsatzbereiten Besatzungsmitgliedern.

Allerdings sollen die Einschränkungen bald behoben sein. Die Fluggesellschaft hat laut Airline-Chef Campbell Wilson 1400 Kabinencrew-Mitglieder eingestellt, die nach und nach in den Dienst eingeführt werden. Air India hat auch hundert Pilotinnen und Piloten für die Boeing 777 eingestellt, mit denen sie die USA-Flüge durchführt. Künftig wird die Fluglinie noch deutlich mehr Personal brauchen, denn erst kürzlich hat sie bis zu 470 Flugzeuge bestellt.

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