Doch das ist offenbar noch nicht alles. «Wir behalten uns einige Dinge für später in diesem Jahr vor», schrieb United-Chef Scott Kirby am 2. Januar in einem Brief an die Angestellten, der dem Portal The Points Guy vorliegt. Es gehe dabei unter anderem um «neue Flugzeugmodelle und innovative Produkte, welche die Branche aufmischen und United auch in den nächsten zehn Jahren und darüber hinaus treue Kunden sichern und binden werden».
Geht es um die Ausstattung des Airbus A321 XLR?
Star Alliance-Mitglied bestätigte dem Portal die Echtheit des Schreibens. Eine Sprecherin von United Airlines erklärte zudem, der Hinweis auf neue Flugzeugmodelle sei mehr in Richtung Kundenerlebnis zu verstehen.
Demnach dürfte es also eher nicht um die Bestellung neuer Flugzeuge gehen, sondern darum, was United in neuen Fliegern bieten wird. Der Gedanke drängt sich auf, dass es um die Bestuhlung und die weitere Ausstattung der Kabine des A321 XLR geht.
United Airlines wartet auch auf Boeing 737 Max 10
Die Fluggesellschaft hat bisher noch nicht verraten, wie ihre A321 XLR von innen aussehen werden. Im vergangenen Herbst machte lediglich ein Bild eines Sitzplanes die Runde, der 20 Sitze in der Business Class zeigte, 12 in der Premium Economy und 118 in der Economy (davon 36 mit zusätzlicher Beinfreiheit). Offiziell und bestätigt ist das aber nicht.
United hat auch offene Bestellung für den Airbus A350
Sollte es entgegen der Andeutung der Sprecherin doch auch um ein neues Flugzeugmodell gehen, könnte es der Airbus A350-900 sein. Das Star Alliance-Mitglied hat eine offene Bestellung für 45 Exemplare, die ursprünglich ab 2018 ausgeliefert werden sollten. Doch United Airlines hat die Übernahme immer wieder verschoben. Als die Fluglinie im Jahr 2022 weitere Boeing 787 orderte, mutmasste die Nachrichtenagentur Bloomberg, United könnte ihre A350-Order womöglich umwandeln in mehr A321 Neo. Im Jahr 2025 sagte Kirby dann, mit der Ausflottung der Boeing 767 bis Ende der Dekade solle auch eine Entscheidung zum A350 fallen.
Auch nicht ganz auszuschließen ist, dass United Airlines über kleinere Flugzeuge nachdenkt. Bisher gehören weder die Boeing 737 Max 7, noch der Airbus A220 oder Jets von Embraer zum Orderbuch der Airline - und das, obwohl sie immer noch rund 70 Airbus A319 betreibt.
Fliegen fasziniert – uns genauso wie Sie. Wir liefern die Geschichten dazu: unabhängig, fundiert und jeden Tag. Unterstützen Sie aeroTELEGRAPH für weniger als einen Cappuccino im Monat.Jetzt hier klicken und abonnieren