Hilft Tunisair beim Sparen: Flottenverjüngung mit dem A350

Tunisair in Bedrängnis

Die Revolution setzte der tunesischen Fluggesellschaft zu. Jetzt drohen ihr neue Schwierigkeiten, falls europäische Billigflieger das Land anfliegen dürfen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Eine «Anhäufung von Verlusten» und eine «überalterte Flotte». In einem aktuellen Interview beschönigt Tunisair-Chef Rabeh Jerad nichts mehr. Trotz Verbesserungen bleibt die Fluggesellschaft in den Miesen. Schuld daran seien die hohen Treibstoffkosten sowie der Wertverfall des tunesischen Dinars. Darum wird sich die Nationalairline einer radikalen Restrukturierung verordnen. Außer dem tunesischen Ableger des Onlineflugticket-Händlers Amadeus schreiben alle Bereiche der Fluggesellschaft rote Zahlen.

Ein großes Problem stellt die alte Flotte dar. Sie hat ein Durchschnittsalter von über 15 Jahren. Die hohen Betriebs- und Unterhaltskosten der 33 Flugzeuge drücken auf die Marge. Rabeh Jerad plant, im Jahr 2014 sieben seiner Maschinen in Rente zu schicken. In dieser Zeit sollen auch die bereits bestellten neuen Flugzeuge von Airbus eintreffen. Gleichzeitig forderte er die Regierung auf, die Fluggesellschaft finanziell zu unterstützen.

Angst vor Ryanair und Easyjet

Sehr zum Misslieben der Tunisair-Gewerkschaft hat die tunesische Regierung mit Katar ein Abkommen unterzeichnet. Dieses Abkommen ermöglicht der staatlichen Qatar Airways die Nutzung des Tunisair-Heimatflughafens in Tunis. Qatar darf von dort nicht nur Flüge in das Heimatland anbieten, sondern an jeden beliebigen Ort. Qatar könnte in Tunis einen Hub errichten. Die Tunisair-Angestellten bangen um ihre Zukunft, da ihr Arbeitgeber chancenlos gegen die Golf-Airline wäre.

Parallel dazu hat die tunesische Regierung mit der EU die Verhandlungen über ein Open-Sky-Abkommen wieder aufgenommen. Sollte dieses Abkommen zustande kommen, muss sich Tunisiar weiterer Konkurrenz stellen, vor allem durch die europäischen Lowcost-Airlines. Im Land ist darüber ein Streit ausgebrochen. Tunisair will einen geschützten Markt, während dem der Tourismussektor auf eine Liberalisierung hofft. Die Branche rechnet mit bis zu 20 Prozent mehr Gästen, sobald der Himmel über Tunesien für europäische Fluggesellschaften geöffnet wird.

Mehr zum Thema

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

air canada boeing 777 (1)
Vor 15 Jahren wurde er zum Kapitän befördert - offenbar mithilfe gefälschter Dokumente. So flog der Mann für Air Canada als Kommandant, ohne die Berechtigung dafür zu besitzen. Jetzt wurde er festgenommen.
Timo Nowack
Timo Nowack
air india schaden
Am Indira Gandhi International Airport in Delhi hat ein Sturm Bodenabfertigungsgeräte über das Vorfeld getrieben. Drei geparkte Airbus A320 von Air India wurden getroffen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Heck ragt in den Himmel.
Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.
Timo Nowack
Timo Nowack