Boeing 737 von Tuifly: Ein Plan für die Restrukturierung steht.

22 statt 17 FlugzeugeTuifly schrumpft Flotte weniger als geplant

Letzten Sommer sah es so aus, als könnte Tuifly in Zukunft nur noch mit 17 Fliegern abheben. Nun sind es doch mehr. Auch fallen weniger Arbeitsplätze weg als befürchtet.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Abgebrochene Gespräche und gegenseitige Vorwürfe - davon waren in den vergangenen Wochen die Verhandlungen zwischen Tuifly und ihren Angestellten geprägt. Doch nun gibt es eine Einigung darüber, wie die deutsche Airline des Touristikkonzerns schrumpfen wird, um die Corona-Krise zu überleben.

«Wir operieren künftig eine Flotte von 22 Maschinen, die für unser Geschäft und den Markt den richtigen Zuschnitt hat», kündigte Tuifly-Chef Oliver Lackmann am Samstag (6. März) an. Damit verkleinert sich die Fluglinie nicht so stark wie befürchtet. Im vergangenen Sommer hatte sie noch angekündigt, dass die Flotte künftig nur noch 17 statt wie früher geplant 39 Flugzeuge umfassen wird.

1200 Angestellte in Cockpit und Kabine

«Der Kompromiss, den wir gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeitet haben, erlaubt uns auch, mehr Kolleginnen und Kollegen an Bord zu halten als ursprünglich geplant», so Lackmann. «Im Cockpit werden wir insgesamt 370 Pilotinnen und Piloten und in der Kabine 830 Kolleginnen und Kollegen beschäftigen.» Ursprünglich waren bis zu 900 Arbeitsplätze in Gefahr. Nun fallen in Cockpit und Kabine laut der Gewerkschaft Verdi rund 200 Jobs weniger weg.

Beim Jobabbau, der weiterhin erfolgen wird, will Tuifly möglichst ohne betriebsbedingte Beendigungskündigungen auskommen. Dabei sollen Freiwilligenprogramme helfen. «Tuifly wird zwar kleiner, aber dafür effizienter und wettbewerbsfähiger», kündigt Lackmann an. «Damit haben wir die Basis geschaffen, um im harten Wettbewerb unserer Industrie bestehen zu können und Ihnen eine echte und nachhaltige Zukunftsperspektive zu ermöglichen.»

Noch Unstimmigkeiten um Bodenpersonal

Der Aufsichtsrat von Tuifly hat diesem Plan zur Restrukturierung bereits zugestimmt. Laut Verdi akzeptieren die Beschäftigten in der Kabine im Zuge der Einigung veränderte Arbeitszeitregelungen, die Tuifly künftig eine große Flexibilität in der Gestaltung der Arbeitszeiten und damit der Schichtplanung ermöglicht. «Bei der Vergütung gibt es Einschnitte bei Spesen und Provisionen», so die Gewerkschaft.

Alle Unstimmigkeiten sind damit aber noch nicht aus der Welt geschafft. Tuifly erklärt, man werde mit dem Gesamtbetriebsrat auch über «die Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung und Technik» reden, um erforderliche Verträge abzuschließen. Verdi wirft Tuifly vor, sie plane, «nach der Phase der Kurzarbeit wesentliche Aufgaben der Technik nach Belgien und England zu verlagern».

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Tuifly: Kommenden Winter nicht mehr in Köln und Basel zu sehen.

Tuifly umfliegt im nächsten Winter Basel und Köln

Tuifly-Jet in Düsseldorf: Erstmal wird es wohl bei Kurz- und Mittelstrecke bleiben.

Tui auf Partnersuche für Tuifly

Tuifly-Jet in Düsseldorf: Erstmal wird es wohl bei Kurz- und Mittelstrecke bleiben.

Tuifly schrumpft, streicht und schließt

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Video

erste boeing 737 max tarom
Die rumänische Fluglinie steht kurz vor der Übernahme ihrer ersten Boeing 737 Max. Das Flugzeug von Tarom trägt schon seine Bemalung - und die zeigt neue Designelemente.
Timo Nowack
Timo Nowack
fiat panda mailand linate hawker
Ungewöhnlicher Unfall am Flughafen Mailand-Linate: Ein Fiat Panda ist dort ungebremst mit einem rollenden Privatjet kollidiert, wie ein Video einer Überwachungskamera zeigt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flughafen Pereria: Massive Schäden am Terminal.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat im Westen Kolumbiens schwere Zerstörungen angerichtet und mindestens 110 Menschen das Leben gekostet. Auch der Luftverkehr ist betroffen: Sieben Flughäfen mussten ihren Betrieb einstellen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin