Badende in Antalya: Die Türkei ist ein beliebtes Urlaubsziel für Russen.

Nach Kampfjet-AbschussTürkei-Boykott trifft russische Airlines

Der Abschuss eines russischen Kampfjets durch türkische Militärflieger hat Konsequenzen: Russland boykottiert das Urlaubsland Türkei. Doch das trifft auch die eigenen Airlines.

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Warum und wie es dazu kam, ist immer noch umstritten. Klar ist nur, dass türkische Kampfflugzeuge am Dienstag einen russischen Militärflieger vom Typ Su-24 im Grenzgebiet zu Syrien abschossen (siehe Video unten). In Moskau reagierte man umgehend barsch. Die Beteuerungen aus Ankara, man habe den Piloten gewarnt, nahm und nimmt man nicht ernst. Darum ging Präsident Wladimir Putin am Samstag (28. November) noch einen Schritt weiter. Er verhängte weitreichende Boykottmaßnahmen gegen die Türkei.

Ein Punkt der Sanktionen ist die sofortige Einstellung aller Pauschalreisen und Charterflüge in die Türkei. Das trifft die Tourismusindustrie im Land zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer. Russen sind mit rund 12 Prozent aller Ankünfte nach den Deutschen die zweitgrößte Besuchergruppe in der Türkei.

Russische Luftfahrt vom Boykott betroffen

Der Boykott trifft aber auch die eigene Luftfahrt. Die Türkei ist Nummer eins unter allen Charterdestinationen russischer Fluggesellschaften. Gemäß dem Fachportal ATO transportierten sie 2014 rund 6.6 Millionen Passagiere zwischen den beiden Ländern. Das sind rund sechs Mal mehr als die Linienanbieter, die weiter fliegen dürfen.

Für Russlands Luftfahrt ist der Boykott umso schlimmer, als dass die russischen Fluggesellschaften bereits das Ägypten-Geschäft aufgeben mussten. Putin hat Flüge dorthin nach dem Absturz des Airbus A321 von Metrojet über dem Sinai wegen einer Bombe verboten. Das Land am Nil ist ebenfalls eines der wichtigsten Reiseländer für Russen und daher besonders für Charteranbieter wichtig.

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