Airbus A330 von China Airlines: Neuer Name?

VerwechslungsgefahrTaiwan prüft neuen Namen für China Airlines

Die nationale Fluglinie von Taiwan hat ein verwirrenden Namen. Die Corona-Krise sorgt nun für eine Debatte um eine Umbenennung von China Airlines.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Wo liegt die Basis von China Airlines? In Peking? Shanghai? Guangzhou? So würden wohl viele antworten. Doch die richtige Antwort lautet: Taipeh. Denn China Airlines ist keine Fluggesellschaft aus der Volksrepublik China. Sie ist die Nationalairline der Republik China, besser bekannt als Taiwan.

Das sorgt seit jeher für Verwirrung. Doch in der aktuellen Corona-Krise ist der Name besonders in die Kritik geraten. Denn die Lieferung von Schutzmasken aus Taiwan nach Europa wurde manchmal dem falschen Absender zugeordnet.

Regierung für Namenswechsel offen

So sagte Taiwans Premierminister Su Tseng-chang, da die nationale Fluglinie das Wort China auf dem Rumpf trage, hätten manche Länder, Menschen und Medien fälschlicherweise angenommen, die Hilfe komme aus der Volksrepublik China. Das bereite ihm viel Kummer. Die Nationalairline der Volksrepublik heißt Air China und damit sehr ähnlich.

Taiwan ist der Name der Insel, auf der sich die Republik China befindet. Die Volksrepublik China betrachtet diese als Bestandteil ihres Territoriums. Die Republik China sieht sich dagegen als souveräner Staat. Auf den Pässen der Einwohner steht vorne sowohl Republik China als auch Taiwan. Die Währung heißt Neuer Taiwan-Dollar.

Hohe Hürden

Die Regierung in Taipeh wies China Airlines nun an, erst einmal mit mehr taiwanesischen Symbolen die Herkunft der Flieger deutlich zu machen. Langfristig sei man aber auch offen für eine Namensänderung der Airline, wenn es eine Mehrheit dafür in der Bevölkerung gebe, erklärte Verkehrsminister Lin Chia-lung. So könnte aus China Airlines Taiwan Airlines, Republic of China Airlines oder China Taiwan Airlines werden.

Allerdings sind die Hürden durchaus hoch. Premier Su Tseng-chang verwies darauf, dass ein Namenswechsel Einfluss auf die Flugrechte haben könnte. Auch die Reaktion der Volksrepublik China bliebe abzuwarten.

Umbenennung würde Millionen kosten

Eine Zustimmung der taiwanesischen Bürger wäre ebenfalls nicht sicher. So hatten sie im Jahr 2018 bereits in einem Referendum gegen den Antrag gestimmt, bei den Olympischen Spielen 2020 unter dem Namen Taiwan anzutreten. Dadurch blieb es beim bisherigen konstruierten Olympia-Namen Chinese Taipei.

Andererseits ist ein Namenswechsel für China Airlines bereits eine so konkrete Option, dass man sich schon mit den Kosten beschäftigt. Die Luftfahrtbehörde schätzt, dass eine Umbenennung umgerechnet rund 34 Millionen Euro kosten würde. Wer die Rechnung übernähme, ist innerhalb der Regierung umstritten. Nun soll sich der Verwaltungsrat der Fluggesellschaft mit der Angelegenheit beschäftigen.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von China Airlines: Künftig setzt die Fluglinie vermehrt auf Airbus.

China Airlines gibt Boeing einen Korb

Inselrepublik Taiwan (vorne) und Festland-China in der Nacht: So nah beieinander und doch so zerstritten.

So will sich Taiwan an Emirates, KLM und Co. rächen

Taiwan, China: So sieht es Peking gerne.

Taiwaner sollen Emirates, Lufthansa und Co. boykottieren

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack