Schriftzug Air Astana auf einem Flugzeug: Die Airline will weiter wachsen.

Ehefrau von Airline-Chef Foster soll verstrickt seinStaatsanwaltschaft ermittelt wegen illegaler Ticket-Deals gegen Air Astana

In Kasachstan hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Air Astana angekündigt. Es geht um illegale Ticket-Deals. Auch die Ehefrau von Airline-Chef Peter Foster scheint in die Affäre verstrickt zu sein. Die Fluggesellschaft wehrt sich.

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In den vergangenen 25 Jahren hat es Air Astana geschafft, zur größten Airline Zentralasiens aufzusteigen. Die Fluggesellschaft betreibt eine Flotte von rund 30 Flugzeugen, darunter 13 Airbus A321 Neo. Und die Zeichen stehen auf Wachstum, am vergangenen Freitag (9. Januar) hat das Management eine außerordentliche Hauptversammlung für den 9. Februar 2026 angekündigt. Eines der Themen: eine große Flugzeugbestellung.

Der Aufstieg von Air Astana ist maßgeblich ihrem Chef Peter Foster zu verdanken. Der gebürtige Brite leitet die Fluggesellschaft seit 2005 und hat sie in dieser Zeit zu einer modernen, wachsenden Fluggesellschaft ausgebaut. Zuvor sammelte er Erfahrungen bei Cathay Pacific, Philippine Airlines und stand an der Spitze von Royal Brunei Airlines. Im Oktober 2025 wurde überraschend bekannt, dass Foster sein Amt im März 2026 an Ibrahim Canliel übergeben wird. Er bleibt der Airline jedoch als Berater erhalten.

Günstige Tickets für bestimmte Personen

Aktuell steht Tatyana Foster, die Ehefrau von Air-Astana-Chef Peter Foster, im Zentrum eines Skandals. Im Jahr 2024 wurde bei der Flugggesellschaft ein Defizit von einer Milliarde Tenge, damals etwa 1,7 Millionen Euro, aufgedeckt. Den Ermittlungen zufolge sollen drei Mitarbeiter verantwortlich sein: Erkin Isanov, Leiter der Umsatzbuchhaltung, Dauren Erkenuly, Vertriebsleiter, sowie Renat Abulkhanov, Leiter der Abteilung für Netzplanung und Umsatzmanagement. Derzeit müssen sich die drei vor Gericht verantworten.

Die Verteidigung von Renat Abulkhanov hat vor Gericht Whatsapp-Chats veröffentlicht, die nahelegen, dass Mitarbeiter der Fluggesellschaft systematisch den Verkauf der günstigsten Tickets manuell freigeschaltet haben. Dadurch sollen Personen, die davon wussten, unrechtmäßig an billige Tickets gelangt sein – darunter auch Tatyana Foster, die auf diese Weise übermäßig günstige Tickets für ihre Familie erworben haben soll. Das Pikante: Die Freigabe soll auf Anordnung des Managements erfolgt sein, schreibt die Zeitung Ak Zhaiyk.

Air Astana weist Vorwürfe zurück

Foster ist nicht die Einzige, die von diesem System profitiert haben soll. Nach Ansicht der Verteidigung könnten auch weitere Vertreter der obersten Führungsebene der Airline diese Praxis genutzt haben. Laut Informationen der kasachischen Portals KazTAG hat die zuständige Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen gegen Air Astana und ihre Tochtergesellschaft Fly Arystan eingeleitet.

Die Fluggesellschaft weist die Vorwürfe zurück. Die Behauptungen seien falsch und zielten darauf ab, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Zu veröffentlichten Screenshots interner Korrespondenz erklärt Air Astana, deren Authentizität, Vollständigkeit und Herkunft habe nicht bestätigt werden könnten. Eine Prüfung sei nur im rechtlich vorgesehenen Rahmen möglich.

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