Anfang des Monats war es so weit: KLM nahm auf dem Airbus-Werksgelände in Toulouse ihren ersten A350 entgegen. Er ist die Nummer eins von insgesamt 22 bestellten A350-900. Sie sollen zunächst die letzten Airbus A330 in der Flotte ersetzen. Ab Ende Oktober ist das erste Exemplar für Flüge zwischen Amsterdam und Toronto eingeplant.
Ein weiterer Airbus A350 soll noch vor Ende des Jahres ausgeliefert werden. Das dritte Exemplar erwartet die niederländische Fluggesellschaft im März 2027, bestätigte KLM-Chefin Marjan Rintel dieser Tage bei einem Pressegespräch. Die darauffolgenden Auslieferungen verzögern sich etwas, einen konkreten Auslieferungstermin wollte sie nicht nennen.
A350 soll die Flotte modernisieren, nicht erweitern
Dennoch will KLM bis Ende 2027 die in die Jahre gekommenen A330 loswerden. Rintel lobt bei dem für die Airline neuen Modell besonders den geringeren Treibstoffverbrauch und die niedrigeren Lärmemissionen. Die Managerin spricht von 40 Prozent weniger Lärm im Vergleich zum Vorgänger.
Auch im Bereich der Luftfracht will KLM mit dem Airbus A350 F eine Modernisierung vorantreiben und sich perspektivisch von der 747-400 F verabschieden. «Wenn Sie die Boeing 747 mit dem A350 F vergleichen, dann reden wir von einer 50-prozentigen Senkung der Lärmemissionen und etwa 40 Prozent weniger Treibstoffverbrauch», so Rintel.
KLM hält am A350-F-Zeitplan fest
Obwohl sich die ersten Auslieferungen des A350 F seitens Flugzeughersteller Airbus um rund ein Jahr auf Ende 2027 verzögern, rechnet KLM weiterhin mit einer Übernahme ihres ersten A350 F im Jahr 2028. Insgesamt drei Exemplare sollen von Martinair unter der Marke KLM Cargo betrieben werden. Schwestergesellschaft Air France hat ebenfalls drei Bestellungen offen.
aeropur hinweis aeroTELEGRAPH