Airbus A320 von Senegal Airlines: In Guinea festgehalten.

RestrukturierungSenegal Airlines weiter mit hohen Verlusten

Senegal Airlines ist nach der Verstaatlichung weiter hoch verschuldet. Schuld daran sind unrentable Flugstrecken und falsche Flugzeuge. Nun will der Staat handeln.

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Im vergangenen Frühling musste der Staat eingreifen. Er verstaatlichte Senegal Airlines. Die Fluglinie steckt aber weiterhin tief in den roten Zahlen. Tourismusministerin Maimouna Ndoye Seck schätzt die Schulden der Fluggesellschaft auf umgerechnet über 100 Millionen Euro. Sie kündigte Schritte an, um Senegal Airlines endlich profitabel zu machen.

Nach einem Bericht ihres Ministeriums sind die miesen Zahlen auf zwei Hauptfehler zurückzuführen. So führt der Einsatz von falschen Flugzeugen zu Verlusten. Ebenfalls seien Strecken beibehalten worden, welche nicht rentabel seien. «Diese enorme Fehlkalkulation führte dazu, dass Senegal Airlines im ersten Jahr bereits ihr ganzes Kapital verloren und einen Verlust von 24 Milliarden CFA-Francs gemacht hat», so die Ministerin. Zudem hat die Airline ab Mitte Juni kein Geld mehr gehabt, um Flugzeuge außerhalb des Landes zu mieten.

Turkish Airline als Retter von Senegal Airlines?

Als Retter soll laut Gerüchten nun die Turkish Airlines ins Spiel gebracht werden und Anteile der überschuldeten Airline übernehmen. Senegal Airlines ist der Nachfolger von Air Senegal, die 2009 pleite ging. Die Flotte der Airline besteht derzeit aus zwei geleasten Embraer. Sie fliegt damit 8 Ziele in Westafrika an. Vor der Umstrukturierung hielt der Staat nur 35 Prozent der Airline, jetzt sind es 51 Prozent.

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