König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.

Pilatus PC-21Prinzessin Leonor fliegt mit ihrem Vater König Felipe – in einem Schweizer Erfolgsflugzeug

Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.

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Wenn Spaniens künftige Königin einmal Oberbefehlshaberin der Streitkräfte wird, soll sie die Armee nicht nur vom Schreibtisch aus kennen. Deshalb absolviert Prinzessin Leonor derzeit eine umfassende militärische Ausbildung – und erlebte dabei nun einen ganz besonderen Moment: einen gemeinsamen Formationsflug mit ihrem Vater, König Felipe VI.

Die 20-jährige Thronfolgerin befindet sich im dritten und letzten Abschnitt ihrer dreijährigen Ausbildung bei den spanischen Streitkräften. Nach Stationen beim Heer und bei der Marine absolviert Leonor derzeit ihre fliegerische Ausbildung bei der Luftwaffe. Zu den Höhepunkten gehörte nun ein Synchronflug mit König Felipe VI., der selbst eine militärische Ausbildung bei allen Teilstreitkräften durchlaufen hatte. Der Flug fand von der Luftwaffenakademie in San Javier in der Region Murcia aus statt.

Letzte Etappe in der Ausbildung von Prinzessin Leonor

Das Ereignis absolvierten der König und seine Tochter auf einer Pilatus PC-21. Hinter Leonor nahm ihre Ausbilderin, Hauptmann Elena Gutiérrez, Platz. Der Flug markiert einen symbolträchtigen Moment. Für Prinzessin Leonor bedeutet die Ausbildung in San Javier die letzte Etappe ihrer militärischen Laufbahn, bevor sie ihre dreijährige Grundausbildung bei den spanischen Streitkräften abschließt.

Dass Spanien bei der Pilotenausbildung auf die schweizerische Pilatus PC-21 setzt, ist auch für die Schweizer Luftfahrtindustrie von Bedeutung. Schließlich verfügte das Land mit der Casa C-101 Aviojet lange über einen eigenen Jettrainer. Sie stammt jedoch aus den 1980er-Jahren und wird schrittweise außer Dienst gestellt. Im Vergleich dazu bietet die Pilatus PC-21 eine deutlich modernere und stärker digitalisierte Ausbildungsplattform.

Pilatus PC-21 als moderner Standardtrainer

Das Turbopropflugzeug erreicht eine Dienstgipfelhöhe von 11.580 Metern und misst rund 11 Meter in der Länge – etwa so viel wie ein Stadtbus. Dank moderner Avionik kann es einen großen Teil der Ausbildung übernehmen, die früher ausschließlich auf Jettrainern stattfand.

Für viele Militärpiloten zählt die zweisitzige Pilatus PC-21 zu den modernsten Trainingsflugzeugen der Welt. Besonders geschätzt werden ihre realistischen Simulationsmöglichkeiten sowie das großzügig ausgelegte Glascockpit – groß genug selbst für den 1,97 Meter großen König Felipe VI., der beim gemeinsamen Flug mit seiner Tochter problemlos Platz fand.

Pilatus PC-21 ist günstig und versatil

Der PC-21 hob bereits 1997 erstmals ab – sieben Jahre, bevor Prinzessin Leonor de Todos los Santos de Borbón y Ortiz, wie die spanische Thronfolgerin mit vollem Namen heißt, geboren wurde. Das Turbopropflugzeug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 685 Kilometern pro Stunde und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem weltweiten Erfolg entwickelt.

Ein entscheidender Vorteil: Der PC-21 ist nicht nur günstiger als viele ihrer Konkurrenten wie die BAE Systems Hawk oder die Leonardo M-346 Master. Auch der Treibstoffverbrauch und die Wartungskosten fallen vergleichsweise niedrig aus. Gleichzeitig ermöglicht die hochmoderne Avionik ein Ausbildungsniveau, das früher ausschließlich Jettrainern vorbehalten war. Mehrere Bildschirme im Cockpit simulieren Radar-, Waffen- und Sensorsysteme. Selbst Einsätze in Kampfflugzeugen wie dem Eurofighter Typhoon lassen sich realitätsnah nachbilden.

Weltweiter Erfolg

Das in Stans im Kanton Nidwalden gefertigte Flugzeug ist längst weit über Europa hinaus gefragt. Neben den Luftstreitkräften der Schweiz, Spaniens und Frankreichs setzen auch Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Saudi-Arabien sowie Singapur, Indonesien und Australien auf die PC-21. Der südostasiatische Stadtstaat Singapur war 2006 Erstkunde.

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