Im Sommer 1962 veranstaltete Eunice Kennedy Shriver, die Schwester des US-Präsidenten John F. Kennedy, zusammen mit ihrem Ehemann ein Sommerlager für 34 Kinder und Jugendliche mit geistiger Beeinträchtigung. Schon sechs Jahre später nahmen bereits rund 1000 Athletinnen und Athleten aus den USA und Kanada an den ersten Spielen teil - die Special Olympics waren geboren.
1988 wurden die Spiele vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannt. Es handelt sich aber weiterhin um eine eigenständige Organisation und hat nichts mit den Paralympics des IOC zu tun. Die Special Olympics World Games finden alle zwei Jahre an wechselnden Orten weltweit statt. In den USA gibt es zusätzlich seit 2006 die Special Olympics USA Games. Ziel ist es, mehr Sportlerinnen und Sportlern ein sportliches Großereignis zu ermöglichen.
Special Olympics Airlift: Mehr als hundert Flugzeuge dabei
In diesem Jahr finden die Special Olympics USA Games vom 20. bis 26. in den sogenannten Twin Cities Minneapolis/St. Paul in Minnesota statt. Erwartet werden über 4000 Athletinnen und Athleten, 1500 Trainerinnen und Trainer sowie rund 10.000 Freiwillige aus allen US-Bundesstaaten. Die Veranstalter rechnen mit 75.000 Zuschauerinnen und Zuschauern.
Bei den Special Olympics gibt es seit 1987 eine ganz besondere Tradition. Flugzeugbesitzer stellen ihre Maschinen und den Treibstoff kostenlos zur Verfügung und fliegen Athletinnen und Athleten mit ihren Coaches unentgeltlich zu den Austragungsorten. Mittlerweile hat sich der Special Olympics Airlift zu einem festen Bestandteil des Events entwickelt. In den vergangenen knapp 40 Jahren wurden so mehr als 10.000 Menschen geflogen.
Zum ersten Mal kommt auch eine Boeing 777
Abgewickelt wird das Fly-In in diesem Jahr über den Flughafen Holman Field (KSTP) in St. Paul. Anreise ist am 19. Juni, Rückreise am Samstag, den 27. Juni. Koordiniert wird das Ganze von Textron Aviation. Und Koordination ist nötig, denn in den zehn Stunden der An- und Abreise startet oder landet etwa alle drei Minuten ein Flugzeug.
Neben mehr als hundert Cessna-, Beechcraft-, Hawker- und weiteren Flugzeugen soll in diesem Jahr zum ersten Mal auch eine Boeing 777 dabei sein. Das große Langstreckenflugzeug wird von der American-Football-Mannschaft Arizona Cardinals zur Verfügung gestellt und gehört der Charterfluggesellschaft Gridiron Air.
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