Die russische Flugsicherungsbehörde will zum 1. September mehrere Berufsgruppen abschaffen. Betroffen sind unter anderem Mitarbeitende der automatischen Terminal-Informationsdienste sowie Spezialisten für Sprachtraining. Laut Gewerkschaft der Goskorporatsiya po ORVD könnten rund 300 Stellen wegfallen.
Die Gewerkschaft der Fluglotsinnen und -lotsen wirft der Behördenführung vor, damit die über Jahrzehnte aufgebaute Ausbildungssystematik zu zerstören. Kritisiert wird insbesondere, dass die Sprachschulung für Fluglotsinnen und -lotsen geschwächt werde. Beschäftigte befürchten zudem, dass künftig auch Zuschläge für Englischkenntnisse gestrichen werden könnten.
Die Behörde begründet die Maßnahmen mit neuen Luftfahrtvorschriften und einer Optimierung der Prozesse. Gewerkschaftsvertreter halten dagegen, dass die neuen Regeln weiterhin spezielles Personal für Simulator- und Sprachtraining vorschreiben. Sie warnen vor negativen Folgen für Ausbildung, Personalqualität und Flugsicherheit.