Flieger von Ryanair: Man besteht auf die richtige Wortwahl

Ryanair besteht auf Schnörkel

Der irische Billigflieger wehrt sich gegen das Synonym «No-Frills», welches britische Medien für ihn verwenden. Und schießt damit ein Eigentor.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

«No-Frills Airline» – so werden Ryanair, Easyjet und andere Billiganbieter im angelsächsischen Raum genannt. Das heißt so viel viel wie «ohne Schnörkel», ohne Extras also. Doch ausgerechnet Ryanair beschwert sich nun über diese Bezeichnung. Offenbar schrieb Kommunikationschef Robin Kiely eine E-Mail an verschiedene britische Medien, darunter auch die Zeitung The Telegraph. Darin bat er darum, die Bezeichnung «No Frills Airline» aus allen Texten über Ryanair zu entfernen. «Die Bezeichnung ist mittlerweile nicht mehr zeitgemäß.»

Seine Begründung: Immerhin gebe es die Möglichkeit, Plätze zu reservieren, man habe alle Jets mit Ledersitzen ausgestattet, es gebe Online-Check-In und Essen an Bord. Das, so Kiely, könne man doch nicht als schnörkellos bezeichnen. «Wir sind eine Lowcost-Anbieterin», erklärte der Sprecher. Der Telegraph solle doch daher einen Artikel anpassen, der ihn zum Schreiben veranlasste. In dem Text schrieb die Zeitung über die Passagierzahlen bei Ryanair, die sie zu einem der gefragtesten Anbieter der Welt machen. Mit 80 Millionen transportierte sie rund 30 Millionen Reisende mehr als die zweitplatzierte Lufthansa.

Schnörkel aufgelistet

Den Begriff «No Frills» entfernte die Redaktion danach tatsächlich aus dem Artikel. Stattdessen publizierte sie einen neuen Text, in dem sie die «Frills» von Ryanair auflistete. Sie nahm dafür eine Reise vom Flughafen East Midlands nach Alicante vom 1. bis zum 8. Juli. Das Ergebnis: Zum Flugpreis von 48.48 Pfund kommen 28.50 an Pflichtgebühren hinzu. Dann ging die Zeitung von einem Flug aus, auf dem der Passagier Gepäck aufgibt, einen Platz reserviert, an einem Bord-Bingo teilnimmt, ein Sandwich, einen Tee und ein Glas Wein trinkt, eine Bestätigungs-SMS der Airline erhält und ein Extra-Gepäckstück wie Sportausstattung oder ein Musikinstrument mit an Bord nimmt. Der Preis für den «Schnörkel-Service»: 297.68 Pfund.

Mehr zum Thema

Von außen und innen zu sehen: der Fenster-Schaden an der Boeing 737.

Was auf dem Ryanair-Flug geschah, bevor der Passagier aus dem Fenster gesogen wurde

ticker-ryanair

Ryanair schließt Fünfjahresvertrag mit Google Cloud

ticker-ryanair

Ryanair: Sechs neue Marokko-Strecken an den deutschen Flughäfen Hahn, Karlsruhe/Baden-Baden, Köln/Bonn und Nürnberg

ticker-ryanair

Gericht verurteilt randalierenden Passagier in Polen zu Geldstrafe

Video

Der Start der Boeing 787 von Vietnam Airlines aus Passagiersicht: Deutlich über das Pistenende in München hinaus.
Neue Aufnahmen zeigen das ganze Ausmaß des Zwischenfalls mit einer Boeing 787 von Vietnam Airlines in München. Sie rollte beim Start rund 120 Meter über das Pistenende hinaus, bevor sieabhob. Auch deuten Berichte darauf hin, dass die Bremsen aktiviert waren.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die Boeing 787 hebt in München ab: Viel Staub aufgewirbelt.
Ein Dreamliner ist beim Start in München ungewöhnlich spät abgehoben und hat dabei eine große Staubwolke aufgewirbelt. Die Boeing 787 von Vietnam Airlines flog danach Schleifen und kehrte zum Flughafen zurück. Sie steht noch immer neben der Piste.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die Landung der saudischen Boeing 787 in Funchal: ungewöhnlicher Gast auf Madeira.
Langstreckenjets sind am Flughafen von Madeira seltene Gäste. Nun gab es eine Premiere: Eine Boeing 787 der saudischen Regierung landete in Funchal. An Bord sollen sich Mitglieder der Königsfamilie befunden haben.
Redaktion