Crew von Red Wings: Junge Männer dürfen bei Flügen ins Ausland oftmals nicht mehr an Bord.

Flüge verspätetRusslands Behörden stoppen Crews wegen Teilmobilisierung

Am Wochenende waren diverse Urlaubsflüge von russischen Städten in den Süden stundenlang verspätet. Der Grund ist, dass die Behörden männliche Besatzungsmitglieder an der Ausreise hinderten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Auf die Teilmobilisierung von Präsident Vladimir Putin reagieren junge Russen in Scharen mit der Ausreise. Gegen 400.000 Männer sollen das Land gemäß neuesten Schätzungen schon verlassen haben. An den Landgrenzen zu Finnland, Kasachstan und Georgien bildeten sich lange Schlangen.

In den sieben Tagen nach dem Befehl zur Einberufung am 21. September stiegen Flugbuchungen von Russland ins Ausland im Vergleich zur Woche davor um 27 Prozent. Der Anteil der einfachen Tickets stieg von 47 Prozent auf 73 Prozent, wie Zahlen des Analysehauses Forward Keys zeigen. Nach Tiflis steigen die Buchungen um 654 Prozent, nach Almaty um 435, nach Belgrad um 206, nach Baku um 201, nach Astana um 187, nach Bishkek um 149, nach Istanbul um 128, nach Tel Aviv um 127, nach Dubai um 104 und nach Eriwan um 94 Prozent.

Männer mit Ausreiseverbot belegt

Die russischen Behörden versuchen den Exodus zu stoppen. Das führte am vergangenen Wochenende auch dazu, dass auf den Flughäfen von Jekaterinburg, Nishni Novgorod, Sochi und Ufa mehrere Flüge zu ausländischen Urlaubszielen erst mit mehreren Stunden Verspätungen abheben konnten. Der Grund sei, dass einige Besatzungsmitglieder von ihrem Flug abgezogen worden seien, berichtet der Verband der russischen Reiseveranstalter Atos.

Die Behörden hätten die Männer mit einem Ausreiseverbot belegt. Die Verspätungen betrugen teilweise bis zu 24 Stunden. Denn Ersatzbesatzungen konnten die Fluglinien nicht immer sofort aufbieten. Betroffen waren unter anderem Flüge nach Antalya und Eriwan.

Piloten von Red Wings dürfen nicht mehr ins Ausland

Eine Fluggesellschaft hat bereits zuvor reagiert. Red Wings hat beschlossen, Piloten unter 35 Jahren nicht mehr auf internationalen Flügen einzusetzen. So kann sie Situationen mit fesgehaltenen Besatzungsmitgliedern kurz vor dem Abflug verhindern.

Die Branche befürchtet durch die Teilmobilisierung generell einen Aderlass. Bis zur Hälfte der Angestellten könnten Aeroflot und Co. verlieren. Aber auch Verwaltungsmitarbeiter und Informatiker sind gefährdet. Airlines versuchen deshalb, eine Ausnahmeregelung zu erhalten, um nicht ernsthafte betriebliche Probleme wegen Personalmangels zu bekommen.

Mehr zum Thema

Aeroflot-Cockpit: Fehlt bald das Personal?

Aeroflot droht Hälfte des männlichen Personals an die Armee zu verlieren

Airbus A321 Neo mit dem Kennzeichen VP-BXT (hier noch zu sehen vor der Auslieferung und daher auch mit deutschen Testkennzeichen): Hat kein Lufttüchtigkeitszeugnis mehr.

Russen wollen nicht in den Krieg - Flüge ausverkauft

Airbus A350 von Aeroflot: Muss im Ausland gewartet werden.

Aeroflot schlachtet neuen Airbus A350 für Ersatzteile aus

Airbus A330 Siam Wings: Die Airline hat enge Verbindungen nach Russland.

Thailands neue Langstrecken-Airline hat eine brisante Vorgeschichte

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack