Crew von Metrojet/Kogalymavia: Sie wird wohl nie mehr für den jetzigen Arbeitgeber fliegen.

GroundingRussische Metrojet stellt alle Flüge ein

Zuerst kam der Absturz über dem Sinai, dann das Flugverbot für Ägypten und die Türkei: Die russische Fluggesellschaft Metrojet/Kogalymavia muss ihre Flüge einstellen.

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Das Ende hat in diesem Fall ein klares Startdatum. Am 31. Oktober stürzte ein Airbus A321 von Metrojet/Kogalymavia über dem Sinai ab, nachdem an Bord eine Bombe explodiert war. Dabei kamen 224 Menschen ums Leben. Das alleine schon ist für eine Fluggesellschaft tragisch. Doch für den russischen Ferienflieger war das, was danach kam, noch schlimmer. Zuerst verbot Russland alle Flüge nach Ägypten. Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets verbot der Kreml auch noch alle Charterflüge in die Türkei.

Damit fielen für Metrojet/Kogalymavia gleich die zwei mit Abstand wichtigsten Zielmärkte weg. Die Fluggesellschaft flog vor allem sonnenhungrige Russen an Badeorte in Ägypten und der Türkei. Es fehlten auf einen Schlag große Einnahmenströme und das Management musste handeln. Es stellte die Flüge per sofort ein. Die meisten der 343 Mitarbeitenden wurden in einen bezahlten Urlaub geschickt.

Metrojet plant für Sommer 2016 neu

Die Führung gibt noch nicht ganz auf. Man revidiere derzeit das geplante Sommerprogramm 2016, erklärte Metrojet/Kogalymavia gegenüber dem Nachrichtenportal Gazeta. Die Flieger werden derzeit einer eingehenden technischen Prüfung unterzogen. Ob sie je wieder abheben ist indes fraglich. Denn angesichts der Sperrung von Ägypten und der Türkei dürfte es noch andere Groundings in Russland geben. Russische Touristen gehörten in beiden Ländern zu den wichtigsten Gästegruppen.

Die russische Charterairline wurde 1993 als Kogalymavia oder kurz Kolvaia gegründet. Sie flog zuletzt unter der Marke Metrojet. Die Fluglinie mit Sitz in Kogalym in Westsibirien und Drehkreuz in Moskau Domodedowo besitzt eine Flotte von 5 Airbus A321.

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