Digitalisierung missglücktRussische Airlines scheitern an Personalplanung

Crews und Techniker russischer Fluggesellschaften sollten ihre Zertifikate künftig digital erhalten. Doch die Systemumstellung misslang - und brockt Airlines so Probleme ein.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es geschah in Papierform: Vor dem 1. März 2023 stellte die russische Luftfahrtbehörde die Zertifikate für das Luftfahrtpersonal des Landes über eine Zentralstelle und 15 regionale Ableger aus. 16.200 Dokumente waren das im vergangenen Jahr - 7000 für Cockpit- und 3500 für Kabinen-Crew-Mitglieder sowie 3700 für Wartungspersonal.

Ab dem 1. März sollte die Beantragung und Ausstellung der für die Arbeit nötigen Zertifikate digital über ein staatliches Portal erfolgen. Doch das funktioniert nicht, wie verschiedene Airlines Ende März der russischen Wirtschaftszeitung RBC erklärten.

Smartavia und Iraero mit Problemen

Denn technisch waren die Behörden offenbar noch nicht wirklich bereit für die Umstellung. «Es ist unmöglich, Zertifikate für Luftfahrtpersonal zu erhalten», erklärte die Airline UVT Aero, die eine kleine CRJ-200-Flotte betreibt. Smartavia und Iraero meldeten gegenüber der Zeitung ebenfalls Probleme - und eine der fünf größten russischen Airlines, die auch Langstreckenflieger betreib, namentlich aber nicht genannt werden wollte. Andere Unternehmen wie etwas Volga-Dnepr meldeten keine Schwierigkeiten.

Bei mehreren Fluggesellschaften, darunter Smartavia, haben Piloten den Aufstieg vom Ersten Offizier zum Kapitän geschafft, warten aber auf ihre entsprechenden Dokumente. Bei Iraero haben rund zehn Techniker ihre Ausbildung abgeschlossen, können ohne die entsprechenden Zertifikate aber ihren Job nicht antreten.

Verschiebung auf März 2024

Laut Recherchen des russischen Luftfahrtnachrichten-Telegram-Kanals Aviatorschina sollen Hunderte Mitarbeitende der Branche auf Dokumente warten. Manche Airline habe schon Betriebspläne für März und April anpassen müssen aufgrund fehlenden Personals.

Das Verkehrsministerium und die Luftfahrtbehörde erkennen das Problem laut RBC an und haben eine schnelle Lösung versprochen. Laut der Zeitung läuft es wohl darauf hinaus, dass die Umstellung auf das digitale System zurückgenommen und auf den 1. März 2024 verschoben wird.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Aeroflot: Viele westliche Flieger im Land sind geleast.

Russische Airlines sollen im großen Stil Jets von Leasingfirmen kaufen

<p class="p1">Mechaniker bei der Arbeit: Seinen Job sollen künftig in Russland auch Pilotinnen und Piloten erledigen können.</p>

Russische Pilotinnen und Piloten sollen Flieger selbst reparieren

Flieger von Aeroflot: Nicht alle sind in China erwünscht.

Russische Airlines machen Druck auf China

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies