Boeing 737-800 von S7 Airlines: Die Fluglinie nutzt neuerdings den nordkoreanischen Luftraum.

S7 Airlines macht den AnfangRussische Airlines nutzen den nordkoreanischen Luftraum

Nordkorea wird international geächtet. Kaum ein Land erlaubt die Nutzung des nordkoreanischen Luftraums aus Angst vor Raketen. Russland sieht das ab sofort offenbar anders.

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Wer sich die Welt auf bekannten Flugverfolgungsportalen ansieht, wird feststellen, dass es immer wieder Regionen oder Länder gibt, über die kaum Flugzeuge fliegen. Beispiele dafür sind die Ukraine, Libyen oder der Jemen. Doch selbst in Asien, wo der Luftverkehr besonders dicht ist, gibt es ein Land, dessen Luftraum kaum genutzt wird: Nordkorea.

Fluggesellschaften meiden den nordkoreanischen Luftraum wegen der anhaltenden Gefahr militärischer Zwischenfälle, veralteter Infrastruktur und fehlender Sicherheit. Sowohl die US-Luftfahrtbehörde FAA als auch die europäische Easa raten ausdrücklich von Flügen über Nordkorea ab.

S7 Airlines fliegt regelmäßig über Nordkorea

Am 12. November sorgte ein Flug für Aufsehen, wie das Portal nknews.org berichtet. Eine Boeing 737-800 der russischen S7 Airlines nutzte den nordkoreanischen Luftraum auf der Strecke von Vladivostok nach Shanghai. Das Flugzeug mit der Kennung RA-73668 überquerte die nordkoreanische Grenze aus nordöstlicher Richtung, flog in gerader Linie über das Land und verließ den Luftraum über dem Gelben Meer in Richtung Shanghai.

S7- Flug 6245 von Vladivostok nach Shanghai führt neu über Nordkorea.

Der Flug am 12. November war dabei keine Ausnahme, sondern offenbar der Start einer neuen Routenführung. S7 Airlines hat auch alle folgenden Flüge über Nordkorea geführt. S7 Airlines hat die Strecke 2024 wiederaufgenommen und bedient sie dreimal pro Woche. Experten sehen darin eine weitere Annäherung der beiden Länder. Überfluggebühren sind eine gute Einnahmequelle für das kommunistische Regime.

Nordwind Airlines fliegt subventioniert nach Pyongyang

Laut NK News zahlte die russische Yakutia Airlines in der Vergangenheit jährlich Zehntausende Dollar an Nordkorea für Flugsicherungsgebühren für die Nutzung des Luftraums über Nordkorea. Die Beträge stiegen von 60.200 Dollar 2015 auf 184.190 Dollar drei Jahre später. Die Einnahmen sollen an die staatlichen Air Koryo geflossen sein.

Für eine Annäherung der beiden Länder spricht auch, dass die russische Regierung die Direktverbindung zwischen Moskau und Pyongyang subventioniert. Nordwind Airlines soll seit Juli aus dem Kreml rund 1,5 Millionen Dollar für zehn Nonstop-Flüge zwischen den beiden Städten bekommen haben.

Nicht alle russischen Airlines setzen auf Nordkorea

Allerdings fliegen nicht alle russischen Airlines auf dem Weg nach China über Nordkorea. Rossiya Airlines, eine Tochtergesellschaft der Aeroflot-Gruppe, hält an einer ausschließlich über China verlaufenden Route von Wladiwostok nach Shanghai fest.

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