Boeing 787 von Royal Air Maroc: Die Fluglinie braucht nicht mehr alle Dreamliner.

Insgesamt 20 Flugzeuge wenigerRoyal Air Maroc will Dreamliner loswerden

Die Nationalairline des nordafrikanischen Landes muss sparen. Royal Air Maroc baut rund ein Drittel der Stellen und ein Drittel der Flotte ab.

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Drei Dinge hatte Royal Air Maroc im Dezember 2018 zu feiern. Die Fluggesellschaft bekam ihre erste Boeing 787-9 und ihre erste 737 Max. Zudem wurde sie als neues Mitglied in die Allianz Oneworld* aufgenommen.

Die Feierlaune ist längst verflogen. Auch die marokkanische Nationalairline leidet unter der Corona-Krise. Gemäß der lokalen Presse verliert sie aktuell umgerechnet rund 95 Millionen Euro pro Monat. Vorstandsvorsitzender Abdehamid Addou erwartet frühestens 2023 eine Rückkehr zum alten Nachfrageniveau. Deshalb hat er ein drastisches Sparprogramm angekündigt.

Vor allem fliegendes Personal muss gehen

Dabei baut Royal Air Maroc 858 Stellen ab. Das entspricht einem Drittel der Belegschaft. Betroffen ist hauptsächlich fliegendes Personal, rund 180 Pilotinnen und Piloten sowie 500 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter. Wer eben erst zu arbeiten begonnen hat und wer weniger als drei Jahre im Unternehmen ist, verliert seinen Job zuerst. Das Management hofft aber auch auf Freiwillige, die mit 57 Jahren vorzeitig in den Ruhestand gehen wollen.

Neben Personal baut Royal Air Maroc auch Flugzeuge ab. Die Fluggesellschaft legt 20 Flieger still und will sie entweder vermieten oder verkaufen. Dazu gehören zwölf Boeing 737 und die letzten vier Embraer E190. Aber auch die neuen Dreamliner braucht die Fluglinie nicht mehr alle. Sie will vier ihrer aktuell neun Boeing 787 stilllegen. Derzeit besteht die Flotte aus 58 Flugzeugen.

* In einer ersten Version stand, die Airline sei Mitglied von Skyteam geworden. Es ist natürlich Oneworld. Wir entschuldigen uns für den Fehler.

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