Rollstuhlfahrer sauer auf Air Berlin

In den russischen Medien herrscht Empörung, weil die Airline Rollstuhlfahrern die Beförderung verweigerte. Bei Air Berlin stellt man das anders dar.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die Reisegruppe war ausgerechnet auf dem Weg zu einem Seminar über Barrierefreiheit in Düsseldorf, als es zu dem Vorfall kam. Mit einem Flieger von Air Berlin wollte eine Gruppe körperbehinderter Russen am Montagmorgen (8. Oktober) von Moskau Domodedowo in die deutsche Stadt fliegen. Doch am Ende brachte ein Jet der russischen Aeroflot die Gruppe ans Ziel. Der Kapitän von Flug AB8415 erklärte den behinderten Reisenden beim Einsteigen, man könne aus Sicherheitsgründen nur zwei Personen mit derart eingeschränkter Mobilität an Bord nehmen. Den anderen bat man an, sie auf einen Flug in den nächsten zwei Tagen umzubuchen. Doch das war ihnen zu spät, sie wechselten zur russischen Konkurrenz.

Insgesamt etwa ein Dutzend Reisende durfte nicht einsteigen, sechs von ihnen saßen im Rollstuhl, wie verschiedene Medien berichten. Die Empörung in der russischen Öffentlichkeit war in der Folge groß. Laut der Nachrichtenagentur Ria Novosti planen die Betroffenen, die deutsche Airline zu verklagen. Für Wladimir Krupennikow etwa wurden die Rechte behinderter Menschen dadurch klar verletzt, wie der Reisende der Zeitung Moscow Times erklärte. Wegen der emotionalen Belastung, die der Vorfall für die Gruppe bedeutete, solle Air Berlin eine Kompensation zahlen.

Laut Air Berlin ein Missverständnis

Bei der Fluggesellschaft sieht man den Vorfall als ein Missverständnis an. Laut einer Sprecherin gelten bei der Fluglinie für die Beförderung von Rollstuhlfahrern feste Sicherheitsbestimmungen. Dabei werde zwischen unterschiedlichen Rollstuhlservices unterschieden. So müsse man aus Sicherheitsgründen jeden Rollstuhlservice gesondert anmelden und auch die entsprechende Kategorie dabei nennen - komplett immobil, Service bis zur Rampe oder Treppe. «Im Fall der russischen Gruppe der Rollstuhlfahrer wurde im Vorfeld des Fluges leider eine unrichtige Information an Air Berlin übermittelt», so Sprecherin Jana Andresen gegenüber aeroTELEGRAPH.

«Wir bedauern die daraus entstandenen Unannehmlichkeiten und haben der betroffenen Gruppe umgehend eine alternative Lösung angeboten, damit sie ohne weitere Kosten - im Wege der Umbuchung - zu ihrem Ziel gelangen.» Doch die Gruppe entschied sich dann offenbar für die heimische Airline.

Mehr zum Thema

INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.

Wenn Airlines auf Popstars setzen

Flughafen Mönchengladbach: Wirkt ruhig - ist aber ganz schön geschäftig.

Einst Grasfeld, dann Air Berlins Düsseldorf-Alternative und heute Innovationslabor

Flugzeug von Condor in Wien: Hier brummt das Geschäft.

Condor nennt ihre erfolgreichsten Städte-Strecken - und Unterschiede zu Air Berlin

Ein Eurowings-Flugzeug über der Altstadt von Jeddah: Die Airline fliegt im Winter ab Stuttgart neu in die saudische Hafenstadt.

Eurowings wird zum Arabien-Shuttle

Video

Die ehemalige D-AICD: Sie hat ihren Standplatz verlassen.
Seit Anfang 2022 steht am Flughafen Düsseldorf ein ehemaliges Condor-Flugzeug. Nun wurde der 28 Jahre alte Airbus A320 von seiner Position weggeschleppt. Denn der geheimnisvolle Eigentümer lässt prüfen, ob der Jet wieder abheben kann.
Timo Nowack
Timo Nowack
Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg