Ryanair-Boss Michael O'Leary: Twittern will gelernt sein.

Ring frei für Michael O'Leary!

[image1]Der Umgang mit Facebook, Twitter und Co. will gelernt sein - dabei kann schließlich viel schief gehen. Diese Erfahrung machte nun auch Ryanair-Chef Michael O'Leary.

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Eigentlich ist es eine gute Idee: Der CEO eines Unternehmens nimmt sich Zeit und beantwortet ganz persönlich Fragen, die Kunden an ihn stellen. So geschehen gestern: Ryanair-Chef Michael O'Leary wollte sich den Fragen der Twitter-Gemeinde stellen. Jeder konnte sich unter dem Hashtag #GrillMOL beteiligen.

Doch wer ernsthafte Antworten erwartete wurde größtenteils enttäuscht. Einen ersten Eindruck lieferte das Bild, dass O'Leary gleich zu Anfang twitterte:

[image2]Und O'Leary war sich offenbar nicht bewusst, dass seine Antworten von allen gesehen werden konnten. Gleich sein erster Tweet («Nice pic. Phwoarrr! MOL») an eine Frau wurde vielfach retweetet und entsprechend kommentiert: «@Ryanair Ist es angebracht für den CEO einer Fluggesellschaft ein sexistisches Schwein zu sein?» lautete nur eine der vielen Reaktionen. Zur Erklärung: «Phwoarrr» ist ein englisches Slangwort, das einem extrem anzüglichem Knurren gleichkommt.

Lust auf Mile High Club?

O'Leary antwortete prompt: «Gerade erst herausgefunden, was Hashtags sind. Wieder was dazugelernt! Komplementiere immer die Bilder von Ladys.» Ähnlich ging die Fragestunde dann auch weiter. «Habt Ihr darüber nachgedacht, den Cargo-Bereich abzuschaffen und dort Sitze einzubauen», wollte ein User wissen. O'Learys Antwort folgte prompt: «Keine Sitze, lieber Betten. Lust auf Mile High Club?»

[image3]Abgesehen von vielen Anzüglichkeiten und Sprüchen erfuhren die Kunden dann doch auch einiges über die Pläne von Ryanair: Künftig soll der Check-in auch über das Smartphone möglich sein und es soll auch weiterhin keine feste Sitzplatzverteilung an Bord von Ryanair-Fliegern geben.

Zum Schluss konnte sich O'Leary aber eine Pointe nicht verkneifen: Auf die Frage, ob es stimme, dass jedes vierte Ryanair-Flugzeuge mit Kobold-Urin betrieben werde, empörte er sich: «Das ist eine Unverschämtheit! Alle Flüge von Ryanair werden mit Kobold-Urin und meinem Mist betankt!» [image4]

Noch mehr Tweets

Der britische Independent hat die besten, leider unbeantworteten Tweets nochmal zusammengestellt:

@AndyGilder Tried to send you a question on Twitter but it ended up on Facebook instead. Still, by your standards that's close enough

@Darragh121 Were you born an arsehole or has it progressed throughout your life?

@digital_times Don’t you just hate moaners and proles? #GrillMOL What plans have you to make @Ryanair even more uncomfortable for people?

@Ben_Yates I’ve sent one #GrillMOL tweet to @Ryanair and already an invoice for £18.50. Or £18.25 if I take their credit card.

@andymcgeadyHi @Ryanair. How much will Michael charge per reply? And are you charging me to send this tweet? #GrillMOL

@realhatsmatter#GrillMOL Do you have a valid export license for your cattle business?

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