Qatar Airways in Doha: Nicht mehr viel unterwegs.

Unter DruckIran-Krieg trifft Qatar Airways hart: Airline sucht nach Sparmaßnahmen

Der Konflikt im Nahen Osten bringt die nationale Fluggesellschaft von Katar massiv unter Druck. Wegen gestrichener Flüge und gesperrter Lufträume kämpft Qatar Airways mit Einnahmeausfällen – und versucht nun, Kosten zu senken.

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Der Krieg in Nahost hat die Machtverhältnisse in der Luftfahrt sehr schnell neu sortiert. Die Golfairlines wie Emirates, Etihad und Qatar Airways können aufgrund iranischer Angriffe und der angespannten Lage nur eingeschränkt fliegen, während westliche Fluglinien versuchen, der gestiegenen Nachfrage auf Strecken Richtung Asien nachzukommen.

Am stärksten von den Golfairlines betroffen ist Qatar Airways. Der Krieg setzt der Fluggesellschaft aus Doha schwer zu und zwingt sie jetzt auch, zu handeln. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hat Qatar Airways Leasingfirmen kontaktiert, um Mietzahlungen für Flugzeuge zu verschieben oder zu reduzieren.

Qatar Airways musste schon Tausende Flüge streichen

Hintergrund ist der drastisch eingeschränkte Betrieb: Seit Ende Februar musste Qatar Airways Tausende Flüge streichen und betreibt derzeit nur rund ein Viertel ihres üblichen Programms. So fallen Einnahmen weg, während die Kosten für den Betrieb eines globalen Netzwerks weiterlaufen. Auch bei anderen Ausgaben zieht der Konzern die Bremse und hat sich etwa aus Veranstaltungen wie Messen und Preisverleihungen zurückgezogen.

Die operativen Probleme sind tiefgreifend. Der Luftraum über Katar bleibt weitgehend geschlossen, viele Flugzeuge sind nicht dort, wo sie benötigt werden. Ein Teil der Flotte wurde deshalb außer Landes gebracht. Viele Flugzeuge von Qatar Airways befinden sich auf dem Langzeitparkplatz in Teruel, darunter Airbus A330, A350 und A380 sowie Boeing 787. Weitere Flugzeuge sind auf dem Weg.

Qatar Airways stärker als Konkurrenten betroffen

Die Krise trifft Qatar Airways härter als viele Konkurrenten in der Region. Während Airlines in den Vereinigten Arabischen Emiraten ihren Betrieb schrittweise wieder hochfahren, bleibt Qatar deutlich stärker eingeschränkt. Aber auch andere Fluglinien der Region sind laut Bloomberg unter Druck und reagieren bereits: Gulf Air, Air Arabia und Flydubai prüfen demnach Einsparpotenziale und suchen nach alternativen Einnahmequellen.

Trotz der massiven Einschränkungen hält Qatar Airways ein reduziertes Streckennetz über festgelegte Flugkorridore aufrecht. Sie bedient die Airline wichtige internationale Ziele, darunter große europäische Städte wie London, Paris, Frankfurt, Madrid, Rom und Zürich. Auch Verbindungen nach München, Mailand, Warschau und Istanbul gibt es. Der Flugplan wird dabei laufend angepasst und gilt jeweils nur für kurze Zeiträume – aktuell zunächst bis Mitte April. Wie lange die Einschränkungen anhalten, ist derweil ungewiss.

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