Der Krieg in Nahost hat die Machtverhältnisse in der Luftfahrt sehr schnell neu sortiert. Die Golfairlines wie Emirates, Etihad und Qatar Airways können aufgrund iranischer Angriffe und der angespannten Lage nur eingeschränkt fliegen, während westliche Fluglinien versuchen, der gestiegenen Nachfrage auf Strecken Richtung Asien nachzukommen.
Am stärksten von den Golfairlines betroffen ist Qatar Airways. Der Krieg setzt der Fluggesellschaft aus Doha schwer zu und zwingt sie jetzt auch, zu handeln. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hat Qatar Airways Leasingfirmen kontaktiert, um Mietzahlungen für Flugzeuge zu verschieben oder zu reduzieren.
Qatar Airways musste schon Tausende Flüge streichen
Hintergrund ist der drastisch eingeschränkte Betrieb: Seit Ende Februar musste Qatar Airways Tausende Flüge streichen und betreibt derzeit nur rund ein Viertel ihres üblichen Programms. So fallen Einnahmen weg, während die Kosten für den Betrieb eines globalen Netzwerks weiterlaufen. Auch bei anderen Ausgaben zieht der Konzern die Bremse und hat sich etwa aus Veranstaltungen wie Messen und Preisverleihungen zurückgezogen.
Qatar Airways stärker als Konkurrenten betroffen
Die Krise trifft Qatar Airways härter als viele Konkurrenten in der Region. Während Airlines in den Vereinigten Arabischen Emiraten ihren Betrieb schrittweise wieder hochfahren, bleibt Qatar deutlich stärker eingeschränkt. Aber auch andere Fluglinien der Region sind laut Bloomberg unter Druck und reagieren bereits: Gulf Air, Air Arabia und Flydubai prüfen demnach Einsparpotenziale und suchen nach alternativen Einnahmequellen.
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