Heckflosse von TAP: Die Airline bekommt einen neuen Besitzer.

PrivatisierungPortugal will TAP ganz loswerden

Portugal lanciert einen zweiten Versuch zur Privatisierung der Nationalairline. Der neue Eigentümer bekommt zuerst 61 Prozent der Aktien. Interessiert sind drei Airlines.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Eigentlich sah es nach dem ersten gescheiterten Anlauf dieses Mal wirklich gut aus. Die portugiesische Regierung konnte im Dezember neun von zwölf Gewerkschaften für ihre Privatisierungspläne für die Nationalairline TAP gewinnen. Der für den 27. bis 30. Dezember geplante Streik wurde dadurch verhindert.

Nun machen aber die restlichen drei Arbeitnehmervertretungen noch Ärger. Und sie haben Gewicht, denn sie vertreten rund sechzig Prozent des Personals. Sie fordern von der Sozialistischen Partei PS eine dringliche Sitzung. Der Verkauf von TAP sei «extrem schädlich» für Portugal und daher zu verhindern, so ihre Begründung. Die Politiker der Oppositionspartei sollen den Arbeitnehmern dabei helfen. Die PS ist gegen den Verkauf. Ob das noch etwas ändert, ist ungewiss. Denn die Regierung hat das Privatisierungsdekret bereits veröffentlicht.

Avianca noch immer in Poleposition

Nach dem Erlass Nummer 181-A/2014 vom 24. Dezember (siehe Download unten) verkauft Portugal 61 Prozent der Aktien von TAP an einen strategischen Investor. Weitere 5 Prozent sollen an die Mitarbeitenden abgegeben werden. Der neue Eigentümer muss das Drehkreuz Lissabon erhalten und die Verbindungen ins Ausland und auch im Inland pflegen. Auch muss er frisches Geld investieren. Nur dann darf er in einem zweiten Schritt die restlichen 34 Prozent der TAP-Aktien übernehmen.

Als wichtigster Interessent gilt Avianca-Eigentümer Germán Efromovich. Er war beim letzten Privatisierungsversuche der einzige Bieter. Im letzten Moment bekam er den Zuschlag aber nicht - wegen eines Missverständnisses, wie es später hieß.

Auch Air Europa zeigt Interesse

Neben ihm sind gemäß portugiesischen Medienangaben auch die brasilianische Fluglinie Azul sowie die spanische Air Europa an TAP interessiert. Zudem zeigt der portugiesische Adelige, Unternehmer, Pilot und Rennfahrer Miguel Maria de Sá Pais do Amaral Interesse. Der Verkauf soll im ersten Quartal 2015 eingeleitet werden.

Mehr zum Thema

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

Sturm am Flughafen Forli: Flugzeuge umgedreht.
Ein heftiger Sturm mit Böen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde ist über Forlì in Italien hinweggezogen. Auch der Flughafen wurde getroffen: Zwei eingelagerte Boeing 737 und mehrere Kleinflugzeuge wurden beschädigt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack