Jet von Pluna: Von Argentinien schikaniert?

Pluna warnt vor «Kollaps»

Die Nationalairline Uruguays kämpft mit Verlusten. Die Schuldigen dafür hat sie schon ausgemacht.

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Außergewöhnlich deutliche Worte findet der Pluna-Chef in seinem Brief an die Mitarbeitende. Wenn die Politik nichts gegen die unfairen Wettbewerbsbedingungen in der Region unternehme, «wird alles, was wir aufgebaut haben, kollabieren». So schrieb Matias Campiani zu seinen Angestellten. Die Staatsairline von Uruguay macht gerade harte Zeiten durch. Schuld daran ist das verlangsamte Wirtschaftswachstum im Nachbarland Brasilien verantwortlich. Nach 7,5 Prozent im Jahr 2010 betrug es im vergangenen Jahr nur noch 2,7 Prozent. Dadurch sinkt die Nachfrage i grenzüberschreitenden Verkehr.

Doch wirklich sauer ist der Pluna-Chef auf Argentinien. Dort hat die Fluggesellschaft gerade eigentlich die beste Sommer-Saison überhaupt hinter sich. Die Flieger flogen mit beinahe kompletter Auslastung von Buenos Aires an das Ferienziel Punta del Este in Uruguay. Doch in den letzten Wochen brachen die Verkehrszahlen ein, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Ein Grund dafür: Das Land fährt eine stark restriktive Währungspolitik und kontrolliert die Geldflüsse zwischen In- und Ausland. Viele Argentinier hatten Uruguay zuvor auch als Ort genutzt, um ihr Geld vor den hohen Steuern zu schützen. Durch die Maßnahme von Buenos Aires ist das nun kaum mehr möglich.

«Nicht vergessen zu lächeln»

Gleichzeitig gewährt Argentinien der uruguayanischen Airline keine neuen Destinationen im eigenen Land - diese «protektionistische Politik» macht Campiani wütend. Denn Uruguay hat der argentinischen Austral Eintritt gewährt. Offenbar widerspricht der Schritt einer Abmachung zwischen den Ländern, die einen gleichmäßigen Zugang zu Destinationen im Nachbarstaat festhält. In Argentinien werden aber die eigenen Airlines stark bevorzugt. Die dortigen Routen dominieren momentan Aerolineas Argentinas und Austral. Das Problem, das für Campiani daraus resultiert: die beiden argentinischen Anbieter unterbieten sich mit den Ticketpreisen und gehen so weit, dass Pluna nicht mehr mithalten kann.

Die Tatsache, dass die beiden brasilianischen Anbieter Trio und Azul nun auch noch fusionieren wollen, bringt die Airline nun noch in eine brenzligere Lage. Die letzte Hoffnung ist für den Chef also, dass die Politik irgendwann eingreift. Aber immerhin hat er, so schlimm es auch ist, immer noch die Kundschaft im Blick: Die Mitarbeitenden sollten optimistisch bleiben und hart arbeiten, heißt es in Campianis Brief. «Und nicht vergessen, für unsere Kunden zu lächeln.»

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