Boeing 737-800 von Air Explore: Neue Aufträge in Asien und Südamerika.

ÜberlebenskampfNeue Aufträge geben Air Explore Ver­schnauf­pau­se

Die slowakische Wet-Lease-Anbieterin hat zwei neue Aufträge gewonnen - in Surinam und im Irak. Dennoch ist die Zukunft von Air Explore nach wie vor ungewiss, wie der Chef erklärt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Durch das Grounding der Boeing 737 Max und der daraus resultierenden Flugzeug-Knappheit haben Wet-Lease-Spezialisten und Charterairlines im vergangenen Jahr fette Erträge erzielt. Mit Ausbruch der Covid-19-Pandemie brach das Geschäft jedoch weg und sie standen quasi über Nacht ohne Aufträge da. So ging es auch Air Explore.

Die slowakische Wet-Lease-Spezialistin hat sich seit der Gründung vor zehn Jahren zu einer Flottengröße von sieben Boeing 737-800 emporgearbeitet. Die Corona-Krise traf aber auch sie hart. Nach mehreren Monaten ohne Aufträge kann sie nun aber wieder Erfolge verbuchen. Air Explore hat zwei neue Aufträge an Land gezogen.

Flüge vom Irak nach Deutschland

Am 4.Dezember verlässt eine erste Boeing 737 von Air Explore mit Crew ihre Heimatbasis in Bratislava in Richtung Karibik. Bis Oktober 2021 werden sie für die private surinamische Fluggesellschaft Fly All Ways ab der Hauptstadt Paramaribo im Einsatz stehen, wie Geschäftsführer Martin Stulajter aeroTELEGRAPH bestätigt.

Ein weiteres Flugzeug wird ab 15. Dezember nach Baghdad überstellt. Es wird für Iraqi Airways bis April 2021 vom Irak aus Flüge nach Skandinavien, Deutschland und Großbritannien durchführen. Beide Fluglinien setzten bereits in den vergangenen Jahren auf die Dienste der slowakischen Airline.

Knapp die Hälfte der Belegschaft entlassen

Gemäß Stulajter bleibt die Lage dennoch angespannt. «Ich denke weiter positiv, aber aktuell läuft nichts wie in den Jahren zuvor. Es gibt zwar bereits Gespräche mit Fluglinien über die kommende Saison, aber keine möchte sich jetzt schon auf Aufträge festlegen. Viele der neuen Verträge werden wohl wie zuletzt last minute sein. Ich tue alles in meiner Macht Stehende, um Air Explore am Leben zu erhalten. Manche Menschen halten mich bereits für verrückt, denn die Zukunft der Fluglinie ist weiterhin ungewiss».

Während slowakische Reiseveranstalter eine finanzielle Unterstützung vom Staat erhielten, gab es für Air Explore bislang keinen einzigen Euro, wie Stulajter beklagt. Darum musste die Fluggesellschaft seit Ausbruch der Pandemie bereits knapp die Hälfte der Belegschaft entlassen. Trotzdem versucht das Management, den Flugbetrieb weiter aufrecht zu erhalten. Für den kommenden Sommer denkt es über die Wiederaufnahme der zuletzt angebotenen Linienflüge zwischen Bratislava und Split/Dubrovnik nach.

Eigentlich war Feiern angesagt

Eigentlich hätte 2020 laut Martin Stulajter zum besten Jahr der Unternehmensgeschichte werden sollen. Die Erfolge der zehnjährigen Firmengeschichte wollte man noch im April mit einer Veranstaltung feiern. Doch die Covid-19-Pandemie machte Air Explore - wie so vielen in der Branche - einen dicken Strich durch die Rechnung.

Mehr zum Thema

Flugbegleiterinnen von Iraqi Airways: Sie fliegen nun wieder nach London.

Iraqi Airways kehrt selbst nach Europa zurück

Visualisierung des Tuifly-Fliegers: So weiß wie oben soll er nicht abheben. Unten ist ein Designvorschlag zu sehen.

Tuifly sucht Design für eine Boeing 737

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Der Airbus A220 von Croatia Airlines: In Split von der Piste abgekommen.
Eigentlich sollte Flug OU412 nach Frankfurt starten. Doch beim Beschleunigen geriet der Airbus A220 von Croatia Airlines aus ungeklärten Gründen von der Piste des Flughafens Split ab. Nun ermittelt die kroatische Flugunfallbehörde.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin