Luftverkehr über Europa: Die Ukraine wird umflogen.

Mehrausgaben für FluglinienMH17 führt zu steigenden Kosten

Der Abschuss von Flug MH17 von Malaysia Airlines belastet die Branche. Umwege erfordern mehr Kerosin und Versicherungen verlangen höhere Prämien.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Der Name Ukraine stammt vom Begriff – so zumindest eine häufige Theorie – «u kraja», zu deutsch: «am Rande». Und tatsächlich steht das osteuropäische Land derzeit weit abseits - zumindest im globalen Luftverkehr. Während sich über Europa Flugzeuge tummeln, ist der Himmel über der Ukraine fast frei (siehe Bild). Denn seit dem Abschuss der Boeing 777-200 von Malaysia Airlines über dem umkämpften Osten des Landes umfliegen Fluggesellschaften das Gebiet.

Statt quer über die Ukraine fliegen Airlines seit dem Unglück mit Flug MH17 über russisches Gebiet um sie herum. Das kostet. «Wenn man Flugrouten verlängert, dann braucht man mehr Kerosin», fasste es Air-France-KLM-Chef Alexandre de Juniac letzte Woche zusammen. Die Experten des Analysehauses ICF International errechneten für die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass bei 800 umgeleiteten Flügen und 15 Minuten längerer Flugzeit pro Flug insgesamt Zusatzkosten von 1,5 Millionen Dollar auf die Fluglinien zukommen - und das Woche für Woche.

Merkliche Risiko-Zuschläge für Flüge über Krisengebiet

Das sind nicht die einzigen zusätzlichen Ausgaben, die MH17 nach sich zieht. Auch die Versicherungsprämien für Fluggesellschaften werden steigen. Jahrelang seien die Preise für die Absicherung von Risiken gesunken, schreiben die Experten des Analysehauses A.M. Best in einer neuen Studie. Denn auf dem Markt habe Überkapazität geherrscht. «Drei große Verluste in Serie dieses Jahr, werden diesen Sinkflug stoppen.» Die Konkurrenz werde den Anstieg allerdings begrenzen. Doch eine Maßnahme werden die Versicherungskonzerne gemäß A.M. Best sicher treffen: Fluggesellschaften, die über Kreisengebiete fliegen, müssen mit merklichen Risiko-Zuschlägen rechnen.

Wer diese Kosten tragen wird, ist nicht klar. Teilweise werden sie Fluggesellschaften die Mehrausgaben auf die Passagiere überwälzen können. Auf umkämpften Routen aber wird der Wettbewerb dies verhindern. Darunter leiden dann wiederum die Margen.

Mehr zum Thema

ticker polizei verhaftung neu

Malaysia-Airlines-Pilot wegen Drogenschmuggels in Indonesien festgenommen

ticker-malaysian-airlines

Malaysia Airlines hält sich Comac C919 als Option offen

ticker-malaysian-airlines

MAS Kargo und Qatar Airways Cargo bauen Zusammenarbeit aus

ticker-malaysian-airlines

Malaysia Airlines prüft Ersatz für Airbus A350

Video

boeing 777 300 er jetairwass vt jeq
Mehr als sieben Jahre stand eine Boeing 777-300 ER der einstigen indischen Fluglinie am Flughafen Mumbai. Jetzt hat der Langstreckenjet von Jet Airways Indien verlassen - immer noch in der alten Lackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack
De Havilland Canada Dash 8-400 von Air Uniqon: Die Flüge werden von Avanti Air durchgeführt.
Die Erwartungen waren groß, die Nachfrage offenbar zu klein. Air Uniqon hat ihre Verbindung zwischen Friedrichshafen und Düsseldorf nach gut einem halben Jahr eingestellt. Für die virtuelle deutsche Airline wird nun der Winter zur entscheidenden Bewährungsprobe.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin