Luftverkehr über Europa: Die Ukraine wird umflogen.

Mehrausgaben für FluglinienMH17 führt zu steigenden Kosten

Der Abschuss von Flug MH17 von Malaysia Airlines belastet die Branche. Umwege erfordern mehr Kerosin und Versicherungen verlangen höhere Prämien.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Der Name Ukraine stammt vom Begriff – so zumindest eine häufige Theorie – «u kraja», zu deutsch: «am Rande». Und tatsächlich steht das osteuropäische Land derzeit weit abseits - zumindest im globalen Luftverkehr. Während sich über Europa Flugzeuge tummeln, ist der Himmel über der Ukraine fast frei (siehe Bild). Denn seit dem Abschuss der Boeing 777-200 von Malaysia Airlines über dem umkämpften Osten des Landes umfliegen Fluggesellschaften das Gebiet.

Statt quer über die Ukraine fliegen Airlines seit dem Unglück mit Flug MH17 über russisches Gebiet um sie herum. Das kostet. «Wenn man Flugrouten verlängert, dann braucht man mehr Kerosin», fasste es Air-France-KLM-Chef Alexandre de Juniac letzte Woche zusammen. Die Experten des Analysehauses ICF International errechneten für die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass bei 800 umgeleiteten Flügen und 15 Minuten längerer Flugzeit pro Flug insgesamt Zusatzkosten von 1,5 Millionen Dollar auf die Fluglinien zukommen - und das Woche für Woche.

Merkliche Risiko-Zuschläge für Flüge über Krisengebiet

Das sind nicht die einzigen zusätzlichen Ausgaben, die MH17 nach sich zieht. Auch die Versicherungsprämien für Fluggesellschaften werden steigen. Jahrelang seien die Preise für die Absicherung von Risiken gesunken, schreiben die Experten des Analysehauses A.M. Best in einer neuen Studie. Denn auf dem Markt habe Überkapazität geherrscht. «Drei große Verluste in Serie dieses Jahr, werden diesen Sinkflug stoppen.» Die Konkurrenz werde den Anstieg allerdings begrenzen. Doch eine Maßnahme werden die Versicherungskonzerne gemäß A.M. Best sicher treffen: Fluggesellschaften, die über Kreisengebiete fliegen, müssen mit merklichen Risiko-Zuschlägen rechnen.

Wer diese Kosten tragen wird, ist nicht klar. Teilweise werden sie Fluggesellschaften die Mehrausgaben auf die Passagiere überwälzen können. Auf umkämpften Routen aber wird der Wettbewerb dies verhindern. Darunter leiden dann wiederum die Margen.

Mehr zum Thema

Der Airbus A380 mit der Kennung 9M-MNE bei der Ankunft in Tarbes 2022: Seit 2024 als 2-JEYL registriert.

Was aus Airbus' zweitem A380 mit Guernsey-Kennzeichen wird

ticker-malaysian-airlines

Malaysia Airlines steht vor Bestellung von Boeing 787-10

ticker-malaysian-airlines

Malaysia Airlines nimmt Flüge nach Busan wieder auf

ticker-malaysian-airlines

Malaysia Airlines kehrt nach Fukuoka zurück

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies